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Vorläufiger Stopp BEG-Förderung der KFW | Pressemitteilung der BAK
 
Vorläufiger Stopp BEG-Förderung der KFW | Pressemitteilung der BAK
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Aufgrund der vielen Förderanträge zum BEG in den letzten Wochen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die Förderung energieeffizienter Gebäude durch die KFW heute vorläufig gestoppt.

Die Förderung Effizienzhaus 55 (EH 55), die noch bis zum 31.01.2022 möglich sein sollte, wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Wie mit bereits gestellten Anträge verfahren wird, soll zeitnah entschieden werden.

Die Mitteilung des BMWK finden Sie hier: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Meldung/2022/20220124-foerderung-fur-energieeffiziente-gebaude-durch-kfw.html

 

Die Bundesarchitektenkammer hat folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Bundesarchitektenkammer kritisiert kurzfristig verhängten Stopp der KfW-Förderung für energieeffiziente Gebäude

Für viele Architekturbüros bedeutet diese „Vollbremsung“ bei der Gebäudeförderung immense finanzielle Verluste, denn sie waren in den letzten Wochen mit Projektplanungen und Förderanträgen beschäftigt, um die für Ende Januar auslaufende Neubauförderung des Effizienzhauses/Effizienzgebäudes 55 (EH55) fristgerecht fertigzustellen und einzureichen. Der heute ausgesprochene Förder-Stopp kommt im Fall des EH55 eine Woche früher als angekündigt. Eine Woche macht angesichts der engen Zeittaktung in vielen Architekturbüros einen entscheidenden Unterschied. Konkret heißt das, dass bereits erbrachte Planungsleistungen nicht umgesetzt werden können und entsprechend auch nicht von den Bauherren vergütet werden.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW wurde am 24. Januar mit sofortiger Wirkung mit einem vorläufigen Programmstopp belegt. Das hat der Vorstand der KfW nach Rücksprache mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beschlossen.

„Es ist enttäuschend und widerspricht der Idee von Planungssicherheit, dass eine mit viel Mühe und langem zeitlichen Vorlauf entwickelte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit derartigen Ad-Hoc-Manövern komplett in Frage gestellt wird,“ äußert sich Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer. „Dass etwas, das laut einer erst im Juli 2021 in Kraft getretenen Förderrichtlinie ursprünglich bis 2030 Gültigkeit haben sollte, nun über Nacht abgeräumt wird, untergräbt das Vertrauen von Architekten in die Gebäudeförderung und macht es dem Berufsstand schwer, Bauherren die Inanspruchnahme einer solchen zu empfehlen. Der Förderstopp für Energieeffizienz ist eine Katastrophe für alle Bauschaffenden, Planenden und Bauausführenden und ein Flurschaden mit Blick auf Verlässlichkeit politischer Entscheidungen.“

Bereits im November 2021 hatte die Bundesarchitektenkammer das Timing für den zu Ende Januar 2022 angekündigten Stopp der Neubauförderung für das EH55 kritisiert und gefordert, diesen bis zur geplanten Änderung des GEG zu verschieben. Zur Pressemitteilung vom 18.11.2021

Die BAK fordert die drei zuständigen Ministerien (Wirtschaft, Bau und Finanzen) auf, unverzüglich zusätzliche BEG-Haushaltsmittel bereitzustellen und schnell einen verlässlichen Förderfahrplan auf den Weg bringen, um die Schaffung der im Koalitionsvertrag angekündigten 400.000 Wohnungen und die dringend notwendigen energetischen Sanierungen nicht zu gefährden.

 

24.01.2022

 

Unionsrecht hindert Anwendbarkeit der Mindestsätze nicht

EuGH entscheidet zu HOAI Altverträgen

 
Unionsrecht hindert Anwendbarkeit der Mindestsätze nicht

EuGH entscheidet zu HOAI Altverträgen

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Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute über die Frage entschieden, ob die bis zum Inkrafttreten der angepassten HOAI am 1.1.2021 dort enthaltenen verbindlichen Mindestsätze bei Altverträgen trotz des EuGH-Urteils vom 4.7.2019 weiterhin angewendet werden können oder nicht.

Die europäischen Richter kommen zu dem Ergebnis, dass das Unionsrecht dem nicht entgegensteht. Ob dies gegebenenfalls aufgrund innerstaatlichen Rechts anders zu beurteilen ist, sei von den nationalen Gerichten und Behörden zu entscheiden. Zugleich stellt der EuGH klar, dass derjenigen Partei, der die Mindestsätze weiterhin entgegengehalten werden, unter Umständen Schadensersatz vom Staat verlangen könne. 

Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer: „Wir begrüßen es sehr, dass der EuGH im Sinne unseres Berufsstands entschieden hat. Zudem herrscht in dieser Frage nach über zwei Jahren Rechtsunsicherheit endlich Klarheit, was das Verhältnis von Unionsrecht und nationalem Recht angeht. Jetzt sind die deutschen Gerichte wieder am Zuge. Unabhängig davon werden wir weiter daran arbeiten, dass sich auch die HOAI 2021 als maßgebliche Grundlage für zukünftige Honorarvereinbarungen weiter durchsetzt. Gerade in Zeiten immer stärker steigender Anforderungen, insbesondere auch an nachhaltiges und klimagerechtes Planen, sind angemessene Honorare eine Grundvoraussetzung für Qualität. Dies hatte auch der EuGH in seinem Urteil vom Juli 2019 anerkannt.“

Der Präsident der Bundesingenieurkammer, Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, zeigte sich erfreut über das Urteil: „Im Sinne der Planerinnen und Planer, aber vor allem im Sinne des Verbraucherschutzes, ist die heutige Entscheidung des EuGHs grundsätzlich eine gute Entscheidung, auch wenn schlussendlich der Ball natürlich nun wieder beim BGH liegt. Gerade im Hinblick auf die anstehenden Herausforderungen wie beispielsweise das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum oder der auch energetisch allen erforderlichen Standards entspricht, die Ertüchtigung in die Jahre gekommener Infrastrukturen, braucht der Berufsstand Verlässlichkeit. Daher gilt es nun, die umfassende Novellierung der HOAI voranzubringen.“

Die Leistungsphasen und Honorarsätze der HOAI sind seit Jahrzehnten als Grundlage für das Planen und Bauen in Deutschland etabliert und bieten einen verlässlichen Rahmen für Planerinnen und Planer, Auftraggeber und Bauausführende. Zugleich setzen sich die berufsständischen Vertretungen für eine zeitnahe Novellierung ein, um die Leistungsbilder an die Erfordernisse der Zeit anzupassen. Daneben müssen auch die seit 2013 unveränderten Honorarwerte überprüft und bei den Flächenplanungen Mechanismen zur regelmäßigen Anpassung an die Inflationsrate eingeführt werden. Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sieht eine Reform der HOAI vor.

Quelle: Unionsrecht hindert Anwendbarkeit der Mindestsätze nicht – Bundesarchitektenkammer e.V. (bak.de)

 

18.01.2022

FAQ zum Transparenzregister

Mehr Mitteilungspflichten für Planungsbüros nach Gesetzesänderung 

 
FAQ zum Transparenzregister

Mehr Mitteilungspflichten für Planungsbüros nach Gesetzesänderung 

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Durch den Wegfall der Mitteilungsfiktion zum 1.8.2021 ist das Transparenzregister ein Vollregister.
Das kann für Planungsbüros bedeuten, dass sie dem Transparenzregister nun alle Angaben aktiv mitteilen müssen, wobei aber Übergangsfristen gelten.

Auf den Internetseiten der Bundesarchitektenkammer sind grundsätzliche Antworten auf Fragen zusammengestellt:
https://bak.de/politik-und-praxis/recht/transparenzregister/

 

06.01.2022

Gesetz zur Harmonisierung bauordnungsrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten
 
Gesetz zur Harmonisierung bauordnungsrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten
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Am 31. Dezember 2021 ist das Gesetz zur Harmonisierung bauordnungsrechtlicher Vorschriften vom 6. Dezember 2021 in Kraft getreten (GVOBl. Schl.-H. S. 1422).

Artikel 1 des Gesetzes sieht eine Neufassung der Landesbauordnung vor. Artikel 2 ändert die Bauvorlagenverordnung und Artikel 3 die Landesverordnung zur Übertragung von Zuständigkeiten auf nachgeordnete Behörden. Artikel 4 sieht ein Übergangsrecht zur Erleichterung der Digitalisierung bauaufsichtlicher Verfahren vor.
Die Artikel 1 bis 3 werden erst am 1. September 2022 in Kraft treten.

In der Anlage erhalten Sie die Verkündung des Gesetzes im Gesetz- und Verordnungsblatt.

 

04.01.2022

Fortbildungen
31
Januar
Bauvertragsrecht nach VOB/B

Online – Entfällt

 
31. Jan -
31. Jan  
Bauvertragsrecht nach VOB/B

Online – Entfällt

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Montag, 31. Januar 2022, 09.00 – 16.30 Uhr | Online

Referent: Oliver Schubert, Gebäudemanagement Schleswig-Holstein, AöR

Gebühr:  165,00 €  für Mitglieder  |  170,00 €  für Listenzugehörige  |  210,00 €  für Gäste

Dieses Seminar entfällt.

Während des Seminars wollen wir die wichtigsten bauvertragsrechtlichen Fragen auf der Grundlage der VOB/B besprechen. Das Seminar beschäftigt sich ausschließlich mit der Abwicklung von Bauverträgen. Dabei setzen wir den Schwerpunkt auf die Themen, die in der Praxis der Vertragsabwicklung von besonderer Bedeutung sind. Die Themen werden unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung dargestellt und anhand von Beispielen vertieft.

Inhalte:

Bauvertrag als Werkvertrag,

VOB/B als allgemeine Geschäftsbedingungen

Vergütung und Nachträge

Abnahme

Abrechnung und Zahlung

Mangelbeseitigung nach Abnahme

Organisatorisches

Alle weiteren Informationen zur Teilnahme am Online-Seminar erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt in einer gesonderten E-Mail. Dieses Seminar wird mit der Software „GoToMeeting“ durchgeführt.

 

03
Februar
Innovativ bauen ja – rechtssicher wie?

Online – Restplätze verfügbar

 
03. Feb -
03. Feb  
Innovativ bauen ja – rechtssicher wie?

Online – Restplätze verfügbar

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Donnerstag, 03. Februar 2022, 09.00 – 13.00 Uhr | Online

Referent: Rechtsanwältin Elke Schmitz, Kanzlei Schmitz

Gebühr:  80,00 €  für Mitglieder  |  85,00 €  für Listenzugehörige  |  105,00 €  für Gäste

Bauen und bautechnologischer Fortschritt sind untrennbar miteinander verwoben – doch was gilt, wenn sich neue „noch unerprobte“ Verfahrensweisen, Materialien oder Bauprodukte in der „Bewährungsphase“ der Praxiserprobung befinden? Oder aber wenn Baubeteiligte gezielt innovative Verfahren in Abweichung vom „Üblichen“ zum Einsatz bringen möchten oder müssen? Diese Fragen bewegen Planer sowohl im Kontext „klassischer“ Aufgaben wie etwa der Abdichtungsplanung als auch bei Planungen im Zeichen der Nachhaltigkeit oder etwa im Holzbau.

Der Vortrag zeigt auf, wie diese Sachverhalte vertragsrechtlich einzuordnen sind und eine rechtssichere Verwendung innovativer Materialien, Produkte und Verfahren gelingt.

 Inhalte

  • Baufortschritt und aRdT – vertragsrechtliche Funktion des sog. technischen Mindeststandards
  • Abweichung vom „Üblichen“ und vertragsrechtliche Anforderungen bei Einsatz innovativer Verfahren, Materialien, Bauprodukte
  • Bedeutung von Herstellerangaben im Kontext der Mangelbeurteilung
  • Haftungskontrolle durch Aufklärung und Beratung

Organisatorisches

Alle weiteren Informationen zur Teilnahme am Online-Seminar erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt in einer gesonderten E-Mail. 

Hier geht es zur Anmeldung. 

08
Februar
Chemischer Holzschutz – muss das sein?

Verschoben – Veranstaltung in Kooperation mit dem HBZ Nord

 
08. Feb -
08. Feb  
Chemischer Holzschutz – muss das sein?

Verschoben – Veranstaltung in Kooperation mit dem HBZ Nord

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Dienstag, 08. Februar 2022, 09.00 – 17.00 Uhr | Altes Stahlwerk, Neumünster

Referent: Dr. Andre Peylo, Sachverständigenbüro für Holzschutz und Holzschäden 

Gebühr:  225,00 € für Mitglieder AIK  SH | 240,00 € für Gäste

Diese Veranstaltung wird in die zweite Jahreshälfte 2022 verschoben.

Holz wird als Baustoff seit Jahrhunderten verwendet und gewinnt als nachwachsender Rohstoff zunehmende Bedeutung.

Als Naturstoff steht Holz aber auch in vielfältigen Wechselbeziehungen zur Umwelt, sei es physikalisch im Feuchteausgleich oder auch biologisch bei der Tätigkeit von Organismen. Aufgrund der mannigfaltigen Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten von Holz ergeben sich daher in der Praxis häufig spezielle Fragen zum Holzschutz bei der Sanierung oder auch im Neubau.

Inhalte

– Grundlagen, Regelwerke, Dauerhaftigkeit
– Was ist überhaupt natürliche Dauerhaftigkeit?
– Auswahl von Holzschutzmitteln. Wie wirkt das?
– Holz im Freien: wie lange hält das?

Veranstaltungsort: 
Business Hotel Altes Stahlwerk
Rendsburger Str.81 
24537 Neumünster

www.altes-stahlwerk.com

Veranstaltung in Kooperation mit dem HBZ Nord. 

Anmeldung unter: info@hbz-nord.de

Weitere Fortbildungsveranstaltungen…
 
Weitere Fortbildungsveranstaltungen…
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… finden Sie hier.

 

Veranstaltungen
Hinweise zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2022

Wir freuen uns sehr, im Jahr 2022 wieder einen Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst mit Begehungen und Begegnungen vor Ort planen zu können.

 
Hinweise zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2022

Wir freuen uns sehr, im Jahr 2022 wieder einen Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst mit Begehungen und Begegnungen vor Ort planen zu können.

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Die zwei vergangenen von der Corona-Lage geprägte Jahre haben uns allen deutlich gemacht, wie sehr unser alljährliches Baukultur-Wochenende im Juni vom persönlichen Austausch und dem Besuch vor Ort geprägt ist. Und so laden wir Sie in diesem Jahr wieder herzlich ein, Ihr Werk und Ihr Schaffen der interessierten Öffentlichkeit am Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst am 11. und 12. Juni 2022 zu präsentieren. Wir weisen darauf hin, dass wir dieses Wochenende ganz bewusst als gemeinsame Kammer gestalten und sowohl Architektur- als auch Ingenieurbüros aufgerufen sind, ihre Arbeiten einzureichen.

 

Alle weiteren Hinweise zur Bewerbung finden Sie auf der Landingpage zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst in Schleswig-Holstein.

BDA DENKLABOR

#21 Dimensionen der Bodenpolitik

 
BDA DENKLABOR

#21 Dimensionen der Bodenpolitik

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Eine neue Folge des BDA-Denklabors – Der Architektur-Podcast – ist online!

Die Debatte um eine gerechte Boden- und damit auch Wohnungspolitik wurde bereits in den 1970er Jahren von Hans-Jochen Vogel angestoßen. Sie ist inzwischen eine der grundlegendsten Fragen unserer Zeit – einer Zeit, in der immer weniger Lebensraum auf der Erde zur Verfügung steht, der Großteil des gut nutzbaren Bodens verteilt ist und somit die Boden-, Haus- und Mietpreise in die Höhe schießen. Im Interview erläutert der Wirtschaftswissenschaftler Dirk Löhr die ökonomischen Zusammenhänge und gesellschaftlichen Auswirkungen der Bodenfrage. Es werden Lösungsvorschläge für ein völlig aus der Balance geratenes System der Bodenwirtschaft diskutiert, das den Boden zunehmend zum Spekulationsobjekt macht.

Dirk Löhr ist Professor für Steuerlehre und ökologische Ökonomie an der Hochschule Trier.
Das Gespräch führte BDA-Architekt Herbert Hofer aus dem BDA-Landesverband Rheinland-Pfalz.

BDA-Denklabor – Der Architekturpodcast #21
Dimensionen der Bodenpolitik mit Dirk Löhr und Herbert Hofer

 

25. Oktober 2021