Schüler-Fotowettbewerbe der AIK

FOTOWETTBEWERB 2022: PLATZ DA!

Für den Wettbewerb 2022 der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem IQSH wurden Fotos gesucht, die „Platz“ bzw. „Plätze“ in den Fokus rücken! Die TeilnehmerInnen des Wettbewerbs waren eingeladen, sich ganz bewusst in ihrem Alltag umzuschauen; Ziel war die bewusste Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt. Die Bilder konnten „Platz“ (im Sinne von „freier Raum“ oder „Enge“) oder „Plätze“ aller Art in den Fokus rücken:

Marktplätze, Spielplätze, Parkplätze, Sitzplätze, Arbeitsplätze, Sportplätze – drinnen oder draußen? Vielleicht auch ganz bewusst freie Plätze in Nachbarschaft zu einer Bebauung? Hier war Kreativität gefragt! Die beizufügende Erläuterung zum Bild sollte deutlich machen, wieso der Titel „Platz da!“ zum eingereichten Foto passt, und was das Motiv mit gestalteter Umwelt zu tun hat. Handelt es sich um einen Platz, an dem man sich gern aufhält? Oder eher nicht? Und wieso ist das so?

Hier finden Sie den Flyer zum aktuellen Wettbewerb „Platz da!“.

Die Preisverleihung fand am 09. Dezember 2022 im Gebäude der AIK statt, die Jury zeichnete 16 Arbeiten aus:

Alterskategorie A (Klassenstufen 8-9):

Platz 1: 
Florentine S. – Johanneum zu Lübeck – „Platz da, ich komme!“
Platz 2:
Evelina W. – Johanneum zu Lübeck – „Nasse Straße“
Platz 3:
Max F. – Johanneum zu Lübeck – „Kein Platz für Kinder!“

Engere Wahl:
Jule Carla S. – Johanneum zu Lübeck – „Platz für alle im Wohngebiet“
Jan W. – Johanneum zu Lübeck – „Alles zugepflastert“
Kami Jasmin B. – Schule Tremser Teich – „Platz für eine Skatebahn“
Angelina H. – Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule Barbüttel – „Platz da! Nicht nur für 4!“

Alterskategorie B (Klassenstufen 10-13):

Platz 1:
Joanna K. – Gymnasium Brunsbüttel – „Ein Platz zum Ruhen“
Helen Marieke R. – Käthe-Kollwitz-Schule Kiel – „Begrenzte Unendlichkeit“
Platz 2:
Julia B. – Käthe-Kollwitz-Schule Kiel – „Die ewige Trennung“
Platz 3:
Maria K. – Gymnasium Marne – „Abgerissen“

Engere Wahl:
Janna A. – Humboldt-Schule Kiel – „Lost places – Baumarkt“
Alina M. – Gymnasium Marne – „Sitzplatz in den Wolken“
Justus T. – Gemeinschaftsschule Wiesenfeld – „Die graue Welt“
Malina W. – Käthe-Kollwitz-Schule Kiel – „Put on your Sunday clothes“
Benedict d’ C. – Johanneum zu Lübeck – „Museum für Hamburgische Geschichte“

Insgesamt wurden 157 Arbeiten eingereicht; folgende Schulen haben teilgenommen:

  • Johanneum zu Lübeck
  • Schule Tremser Teich, Lübeck
  • Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule, Barsbüttel
  • Humboldt-Schule Kiel
  • Gymnasium Brunsbüttel
  • Oberschule zum Dom, Lübeck
  • Gymnasium Marne
  • Gemeinschaftsschule Friedrichsort
  • Gemeinschaftsschule Wiesenfeld
  • Gymnasium Wellingdorf
  • Küstengymnasium Neustadt in Holstein
  • Käthe-Kollwitz-Schule Kiel
  • Gymnasium Kaltenkirchen

Hier finden Sie eine Gesamtübersicht der Preisträgerbilder.

09.12.2022

FOTOWETTBEWERB 2020: LICHT UND SCHATTEN

Abschluss des Schüler-Fotowettbewerb der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein und des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein.

Rund 150 Bilder reflektierten das Thema Licht und Schatten in unserer gebauten Umwelt, nun stehen die Gewinner fest.

Der Schüler-Fotowettbewerb im Rahmen des von der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holsteins initiierten Projektes „Architektur macht Schule“ lud Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8-9 (Preisgruppe A) und 10-13 (Preisgruppe B) erneut ein, ihre Umwelt mit besonders aufmerksamem Blick wahrzunehmen. Er wird alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein ausgelobt. Ziel des Wettbewerbes ist die Vermittlung baukulturellen Wissens und die Auseinandersetzung mit Gestaltungsfragen. Wir meinen, dass schon junge Menschen an diese Themen herangeführt werden sollten, um später begründete und gute Entscheidungen in planerischen und baulichen Zusammenhängen fällen zu können.

Architektur, Stadträume, Landschaftsplanung und gestaltete Innenräume – all dies sind Themen, die auch Unterrichtsgegenstand im Fach Kunsterziehung sind. Es sind Themen, mit denen auch Kinder und Jugendliche jeden Tag in Berührung kommen – meist, ohne es zu merken.

Für den Wettbewerb 2020 wurden Fotos gesucht, die das Thema „Licht und Schatten“ in der gebauten Umwelt reflektieren.

„Das Thema des Wettbewerbs macht Kinder und Jugendliche auf Aspekte des Bauens und der Stadtplanung aufmerksam, sensibilisiert ihren Blick und bereitet sie so auf Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Umwelt vor“, so Dipl.-Ing. Jochen Dohrenbusch, Architekt, Mitglied der Jury des diesjährigen Wettbewerbs.

„Durch die Initiative „Architektur macht Schule“ und ihre einzelnen Projekte kann Kindern und Jugendlichen ein Gespür für die Qualität ihrer gebauten Umwelt vermittelt, und langfristig das öffentliche Bewusstsein für Baukultur geschärft werden“, ergänzt Dipl.-Ing. Uwe Schüler, Architekt, Präsident der AIK SH.

Zu gewinnen gab es für die Plätze 1-3 in beiden Preisgruppen Buchpreise zum Thema Fotografie und Architektur. In der Preisgruppe B entschied sich die Jury für zwei 2. Plätze. Zusätzlich entschloss sie sich zur Vergabe weiterer Anerkennungen in beiden Preisgruppen, die ebenfalls mit Buchpreisen ausgezeichnet wurden. Der Foto-Workshop für alle Gewinner, der sonst traditionell im Gebäude der AIK stattfindet, muss aufgrund der Pandemielage in diesem Jahr leider ausfallen. Urkunden und Preise wurden postalisch zugestellt – wir konnten den Abschluss des Wettbewerbs nun nicht weiter terminlich verschieben, da einige Gewinner die Schulen bald verlassen und in die Berufsausbildung starten.

Die Gewinner der Preisgruppe A (Klassen 8-9) sind:

  1. Platz: „Abschied und Ankunft“ | Emilia B. – Lornsenschule, Schleswig
  2. Platz: „Fassade“ | Marit T. – Oberschule zum Dom, Lübeck
  3. Platz: „Antik 20“ | Madlen R. – Oberschule zum Dom, Lübeck

Anerkennungen in dieser Preisgruppe erhielten:

„Mikroblick“ | Quoc Dat N. – Oberschule zum Dom, Lübeck
„Tragstruktur und Konstruktion“ | Defne E. – Oberschule zum Dom, Lübeck

Die Gewinner der Preisgruppe B (Klassen 10-13) sind:

1. Platz: „Treppenansicht Alte Pinakothek“ | Elsa D. – Oberschule zum Dom, Lübeck
2. Platz: „Das Schachbrett“ | Serge D. – Gymnasium Eckhorst, Bargteheide
2. Platz: „Alltag“ | Mine D. – Gymnasium Eckhorst, Bargteheide

Anerkennungen in dieser Preisgruppe erhielten:

„Concrete Structures“ | Anneke S. – Humboldt-Schule, Kiel
„Treppe der Unendlichkeit“ | Jule G. – Gebrüder-Humboldt-Schule, Wedel
„Hoffnungsschimmer“ | Jenny S. – Gymnasium Eckhorst, Bargteheide

Der nächste Schüler-Fotowettbewerb wird im Jahr 2022 ausgelobt – dann hoffentlich wieder in seiner bekannten Form mit einer offiziellen Preisverleihung in Kiel und einem spannenden Gewinner-Workshop unter professioneller fotografischer Anleitung.

Hier findet sich eine Gesamtübersicht der prämierten Bilder

11. Mai 2021

Auslobung, Wettbewerbserläuterungen und Flyer

Auch im Jahr 2020 möchte die AIK dazu beitragen, Architekturverständnis und Wahrnehmungskompetenzen bei Kindern und jungen Erwachsenen zu schulen. Um planerische und bauliche Maßnahmen und Entscheidungen beurteilen zu können, halten wir es für wichtig, dass schon junge Menschen für die Themen Architektur, Baukultur und allgemein für planerische Zusammenhänge sensibilisiert werden sollten. Dies schärft nicht nur den Blick für die gebaute Umwelt, sondern schafft auch die Voraussetzungen einer potentiellen Beteiligung in unterschiedlichen Gremien der Lokalpolitik, wie im Bauausschuss oder projektbezogenen Arbeitskreisen, die sich mit Bauen und Gestalten auseinandersetzen.

Für den Wettbewerb 2020 der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem IQSH wird pro TeilnehmerIn 1 Foto gesucht, das das Thema „LICHT UND SCHATTEN“ reflektiert.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs sind eingeladen, sich ganz bewusst in ihrem Alltag umzuschauen und ihre Umgebung wahrzunehmen; Ziel ist die bewusste Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt. Die Fotos, die mit Gespür und Hintersinn eingefangen werden sollten, könnten bspw. folgende Motive darstellen:

Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur, Gebäude, Innenräume, gebaute Umwelt

Interessant sind auch all diejenigen Aufnahmen auf denen Licht und Schatten Gegensätze bilden, besondere Blickwinkel erzeugen oder Fotos, die Kontraste abbilden…
Wir freuen uns über Eure und Ihre Teilnahme!

Weitere Informationen finden sich in der Ausschreibung und im ankündigenden Flyer.

FOTOWETTBEWERB 2018: GRÜNE STADT

Rund 230 Bilder reflektierten die „grüne Seite“ unserer gebauten Umwelt, nun stehen die Gewinner fest. 

Der Schüler-Fotowettbewerb im Rahmen des von der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holsteins initiierten Projektes „Architektur macht Schule“ lud Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8-9 (Preisgruppe A) und 10-13 (Preisgruppe B) erneut ein, ihre Umwelt mit besonders aufmerksamem Blick wahrzunehmen. Er wird alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein ausgelobt.

Ziel des Wettbewerbs ist die Vermittlung basalen baukulturellen Wissens und die Auseinandersetzung mit Gestaltungsfragen. Wir meinen, dass schon junge Menschen an diese Themen herangeführt werden sollten, um später begründete und gute Entscheidungen in planerischen und baulichen Zusammenhängen fällen zu können. Man denke bspw. an potentielle Beteiligungen in der Lokalpolitik im Bauausschuss oder anderen projektbezogenen Arbeitsgruppen zum Thema Bauen und Gestalten – Stichwort Bürgerbeteiligungen. Architektur, Stadträume, Landschaftsplanung und gestaltete Innenräume – all dies sind Themen, die auch Unterrichtsgegenstand im Fach Kunst sind. Es sind Themen, mit denen auch Kinder und Jugendliche jeden Tag in Berührung kommen – meist, ohne es zu merken.

Für den Wettbewerb 2018 wurden Fotos gesucht, die das Thema „Grüne Stadt“ reflektieren. Die Bilder, die mit Gespür und Hintersinn eingefangen und umgesetzt werden sollten, konnten bspw. folgende Motive darstellen:  Parkanlagen, Alleen, gestaltete Marktplätze, Fußgängerzonen, Stichwort „Urban Gardening“, Fassadenbegrünungen, Verkehrsinseln, Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien, Spielplatzanlagen, eben all diejenigen Situationen, in denen Natur auf gebaute Umwelt trifft.

„Das Thema des Wettbewerbs macht Kinder und Jugendliche auf die „grüne Seite“ des Bauens und der Stadtplanung aufmerksam, sensibilisiert ihren Blick und bereitet sie so auf Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Umwelt vor“, so Friederike Rückert, IQSH-Landesfachberaterin Kunst.

„Durch die Initiative „Architektur macht Schule“ und ihre einzelnen Projekte kann Kindern und Jugendlichen ein Gespür für die Qualität ihrer gebauten Umwelt vermittelt, und langfristig das öffentliche Bewusstsein für Baukultur geschärft werden“, ergänzt Dipl.-Ing. Uwe Schüler, Architekt, Präsident der AIK SH.

Die ersten drei Plätze der Gruppen A und B werden durch eine temporäre Ausstellung in der Kammer gewürdigt. Zu gewinnen gab es einen exklusiven Foto-Workshop für die Plätze 1-3 in beiden Preisgruppen, Buchpreise zum Thema Fotografie und Architektur und Poster-Gutscheine.

Die Gewinner der Preisgruppe A (Klassen 8-9) sind: 

  1. Platz: „Gruselschuppen“ | Tamar K. – Gemeinschaftsschule Nortorf
  2. Platz: „Tunnelblick“ | Lara M. – Oberschule zum Dom, Lübeck
  3. Platz: „Ruhige Natur in der Großstadt“ | Ria N. – Gemeinschaftsschule Nortorf

Die Gewinner der Preisgruppe B (Klassen 10-13) sind:

  1. Platz: „Im Wandel“ | Chantal D. – Toni-Jensen-Schule, Kiel
  2. Platz: „Urban Gardening“ | Hanna Sophie S. – Klaus-Groth-Schule Neumünster
  3. Platz: „Grüner Klang“ | Diana F. – Dietrich-Bonhoeffer-Schule Bargteheide

Zusätzlich vergaben wir die Plätze 4-10 in der Preisgruppe B sowie weitere Anerkennungen in beiden Preisgruppen. Die Preisträger dieser weiteren Platzierungen besuchen das Gymnasium Heide-Ost, die Humboldt-Schule in Kiel und die Sachsenwaldschule in Reinbek.

Die Mitglieder der diesjährigen Jury waren die Landschaftsarchitektin Maria Julius für die Architekten- und Ingenieurkammer, die Landesfachberaterin des IQSH für das Fach Kunst, Friederike Rückert, und die Fotografin Kathrin Romanski. Der nächste Schüler-Fotowettbewerb findet im Jahr 2020 statt.

Hier findet sich eine Gesamtübersicht der prämierten Bilder!

Weitere Informationen im Flyer.

FOTOWETTBEWERB 2016: URLAUBSARCHITEKTUR

Urlaubsarchitektur im Fokus
Knapp 90 Einsendungen zum Schüler-Fotowettbewerb 2016

Am 01. Dezember 2016 fand die Preisverleihung des diesjährigen Schüler-Fotowettbewerbes statt. Der Wettbewerb im Rahmen des von der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein initiierten Projektes „Architektur macht Schule“ lud Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9-13 erneut ein, ihre Umwelt mit besonders aufmerksamem Blick wahrzunehmen. Er wird alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein ausgelobt. Architektur, Stadträume, Landschaftsplanung und gestaltete Innenräume – all dies sind Themen, die Unterrichtsgegenstand im Fach Kunst sind. Es sind Themen, mit denen auch Kinder und Jugendliche jeden Tag in Berührung kommen – meist, ohne es zu merken. Doch wie wir unsere Umwelt gestalten und wahrnehmen, beeinflusst und prägt uns in vielerlei Hinsicht. Unsere Umwelt ist Spiegel der Art und Weise, wie wir denken, welche Werte und Traditionen wir leben, welchen zukünftigen Entwicklungen wir Raum geben möchten.

Für den Wettbewerb 2016 wurden Fotos gesucht, die das Thema „Urlaubsarchitektur“ reflektieren. Schleswig-Holstein ist ein Land, das viele Urlauber besuchen. Was ist hier anders als in anderen Urlaubsregionen? Was fällt auf? Was gefällt? Was irritiert? Das Thema machte Kinder und Jugendliche auf bauliche Besonderheiten ihrer Region, auf regionale Baukultur aufmerksam, sensibilisierte ihren Blick und bereitete sie so auf Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Umwelt vor. Durch die Initiative „Architektur macht Schule“ und ihre einzelnen Projekte kann Kindern und Jugendlichen ein Gespür für die Qualität ihrer gebauten Umwelt vermittelt, und langfristig das öffentliche Bewusstsein für Baukultur geschärft werden.

Die ersten drei Plätze der Gruppen A und B wurden durch eine temporäre Ausstellung in der Kammer gewürdigt. Zu gewinnen gab es unter anderem einen Foto-Workshop mit der Fotografin Carolin Kirchwehm und Buchpreise zum Thema Fotografie.

Die Gewinner der Preisgruppe A (Klassen 9-10) sind: 

  1. Platz: „Seebrücke Kellenhusen“
    Lasse J. – Klaus-Groth-Schule Neumünster
  2. Platz: „Mit dem Meer davon“
    Lilly M. – Humboldt-Schule Kiel
  3. Platz: „Seebad in Holtenau“
    Karlotta K. – Humboldt-Schule Kiel
  4. Platz: „Seebrücke“
    Lena W. – Klaus-Groth-Schule Neumünster

Die Gewinner der Preisgruppe B (Klassen 11-13) sind:

  1. Platz: „Spiel von Licht und Schatten“
    Paula K. – Humboldt-Schule Kiel
  2. Platz: „Pommes Rot-Weiß“
    Dalila M. – Gemeinschaftsschule Probstei
  3. Platz: „Pfahlbauten in Schleswig-Holstein“
    Lotta U. – Gymnasium Marne
  4. Platz: „Idylle im Verfall“
    Beke H. – Gemeinschaftsschule Probstei

Hier finden Sie die Gewinnerfotos.

Die Mitglieder der diesjährigen Jury waren der Architekt Jochen Dohrenbusch für die Architekten- und Ingenieurkammer, die Fotografin Carolin Kirchwehm von der Fa. VICO, Kiel, und Prof. Ingrid Höpel für das IQSH. Der nächste Schüler-Fotowettbewerb findet im Jahr 2018 statt.

Hintergrundinformationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

FOTOWETTBEWERB 2014: SPIEGELUNGEN

Mehr als 190 Schüler fotografieren Architektur im Rahmen des Schüler-Fotowettbewerbes 2014

Am 04. Dezember 2014 fand die Preisverleihung des diesjährigen Schüler-Fotowettbewerbes statt. Er ist regelmäßiger Bestandteil unseres Programms „Architektur macht Schule“ und hilft, baukulturelle Themen im Unterricht zu platzieren und junge Menschen für Fragen der gebauten Umwelt zu sensibilisieren.

In diesem Jahr regten wir die jungen Fotografen an, sich auf die Suche nach gespiegelter und/oder spiegelnder Architektur zu machen. Dabei sollte nicht einfach „drauflos“ geknipst werden, sondern wir baten zusätzlich um einen Titel und eine ausführliche Beschreibung des Bildes. Uns erreichten über 190 Einsendungen (mit und ohne textlich-inhaltliche Auseinandersetzung), die das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven bearbeitet hatten. Es gab viele Aspekte zu berücksichtigen: die besondere Fähigkeit des Hinschauens, die Wahl des Motives, die Sorgfalt, die auf die Komposition des Bildes verwandt wurde und nicht zuletzt auch die textliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Insgesamt gilt es festzuhalten, dass es wirklich viele ansprechende und interessante Bilder gab, einige wirkten spontan aufgrund des herausragenden Motivs, andere aufgrund des detailorientierten Alltagsblicks. Wir hoffen, dass das Fotografieren und Hinschauen ausnahmslos allen Teilnehmern Freude bereitet hat und Anregung war, auch zukünftig aufmerksam durch den Alltag zu gehen – und vielleicht auch die Liebe zur Architektur und zur Fotografie entdeckt zu haben. Wir haben uns entschieden, nicht nur jeweils die Plätze 1-3 zu vergeben, sondern in Kooperation mit dem Foto-Fachgeschäft VICO in Kiel zusätzliche Plätze und Preise  zu vergeben; an dieser Stelle herzlichen Dank für die Unterstützung. Wir gratulieren den Preisträgern.

Preisgruppe A (Klassenstufe 9-11):

  1. Preis: Hanne M. – „Berlin-Reflections“
  2. Preis: Natalie K. – „Regenspiegelungen am Schloss Charlottenburg“
  3. Preis: Susann S. – „Wasserschloss im Winter“

Preisgruppe B (Klassenstufe 12-13):

  1. Preis: Merle K. – „Hundertwasser 2.0“
  2. Preis: Johann Z. – „Empire Riverside Hotel“
  3. Preis: Konstantin-Elias Sch.-F. – „Blick in die Tiefe“
  4. Preis: Max D. – „Hamburgs größter Spiegel“
  5. Preis: Maj-Britt S. – „Einen Augenblick Stillstand“
  6. Preis: Jan M. – „Tangotanzen im Rotlicht“
  7. Preis: Lea S. – „Mare magnum – Ein Spiegel des Lebens“
  8. Preis: Juliana D. – „Stein bleibt Stein“
  9. Preis: Johanna T. – „Facettenreiche Demokratie“
  10. Preis: Franziska B. – „Der Wasserspiegel“
  11. Preis: Veronique S. – „Gebändigte Natur“

Eine Auszeichnung für „Nachdenken über Innenarchitektur“: 

  • Lissa P. – „Lieblingsplätze“

Eine Auszeichnung für „Nachdenken über Landschaft“:

  • Michelle W. – „Schwedischer Ort“

Eine Auszeichnung für „Nachdenken über abstraktes Arbeiten“:

  • Paul H. – „No risk, no fun“

Für weitere Hintergrundinformationen werfen Sie bitte einen Blick auf den Flyer.

FOTOWETTBEWERB 2012: NEUE ARCHITEKTUR MIT ALTEN NACHBARN

Preisverleihung des Schüler-Fotowettbewerb 2012 der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein
und des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein

Moderne Architektur in altem Kontext – oder anders: Wie baut man in historischem Altstadtbestand in einer Zeit, in der es nicht eine Architektursprache gibt, sondern ein Nebeneinander vieler Stile? Wie werden Neubauten individuell und zeitgerecht, aber dennoch harmonisch in den historischen Kontext integriert? Ein Thema, das vor allem ab den 60ern des 20. Jahrhunderts viel diskutiert, unter dem Begriff „Neues Bauen“ – synonym für den funktionsorientierten Baustil in Deutschland – bereits in den 20er Jahren behandelt wurde.

Für den Schülerfotowettbewerb 2012 der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein (AIK SH), in Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein waren in diesem Jahr Schüler aus dem ganzen Land aufgerufen, Fotos einzusenden, auf denen moderne Gebäude gelungen in eine historische Umgebung integriert wurden. Was für eine Rolle spielen hierbei Begriffe wie Angemessenheit, Gestaltungssatzung, der „Drang zum Auffallen“ oder gar eine neue Bescheidenheit? Ist das sehnsuchtsvolle, postmoderne „Anything goes“ eine Grundlage für neue Architektur, die gefällt?

Der Schüler-Fotowettbewerb 2012 im Rahmen des Projektes „Architektur macht Schule“ lud Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9-10 (Preisgruppe A) und 11-13 (Preisgruppe B) der schleswig-holsteinischen Schulen und Berufsschulen ein, ihre Umwelt mit aufmerksamem Blick wahrzunehmen. Architektur, Stadträume, Landschaftsplanung und gestaltete Innenräume – all dies sind Themen, die sich klassischerweise nur selten in den Stundenplänen der Kinder und Jugendlichen finden. Dabei sind es Themen, mit denen auch sie jeden Tag in Berührung kommen – meist, ohne es zu merken. Doch wie wir unsere Umwelt gestalten und wahrnehmen, beeinflusst und prägt uns in vielerlei Hinsicht.

„Durch die Initiative „Architektur macht Schule“ und ihre einzelnen Projekte kann Kindern und Jugendlichen ein Gespür für die Qualität ihrer gebauten Umwelt vermittelt, und langfristig das öffentliche Bewusstsein für Baukultur geschärft werden“, so Dipl.-Ing. Uwe Schüler, Architekt, Präsident der AIK SH. „Das interessante Thema des Wettbewerbs macht Kinder und Jugendliche auf bauliche Veränderungen in ihrer Stadt aufmerksam, sensibilisiert ihren Blick für Angemessenheit und bereitet sie auf Möglichkeiten zur Mitgestaltung ihrer Umwelt vor“, ergänzt Prof. Dr. Ingrid Höpel, IQSH-Landesfachberaterin Kunst. Die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs, die im Rahmen der Preisverleihung am 29. November 2012 in den Räumlichkeiten der Kammer ausgezeichnet wurden, sind:

In der Preisgruppe A (Klassenstufe 9-10)

  1. Preis: Verena U., Bad Segeberg
  2. Preis: Gina Marie K., Bad Segeberg

und in der Preisgruppe B (Klassenstufe 11-13)

  1. Preis: Lena O., Kiel
  2. Preis: Leon R., Eutin
  3. Preis: Ragna M., Eutin

Die AIK SH gratuliert allen Teilnehmern herzlich.

FOTOWETTBEWERB 2010: AUSSEN-INNEN | INNEN-AUSSEN

Unter dem Motto ‚außen-innen | innen-außen’ hat die Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem IQSH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) zum vierten Mal einen Fotowettbewerb für Schülerinnen und Schüler durchgeführt.

In diesem Jahr ging es auf die Suche nach den Unterschieden oder Gemeinsamkeiten von ‚Innen’ und ‚Außen’: Es sollten Bildpaare entstehen, welche die Beziehung zwischen der äußeren Hülle eines Gebäudes und seinem Inneren in den Blick nehmen, Zusammenhänge dokumentieren oder Überraschungsmomente zeigen. Teilnahmeberechtigt waren die Schülerinnen und Schüler des Landes Schleswig-Holstein aller Schulformen ab der 9. Klasse.

Bis zum Einsendeschluss am 01. November 2010 gingen mehr als 70 Beiträge in der Kammer ein, die von der Jury in zwei Altersgruppen (9.-11. Klasse sowie 12./13. Klasse und Berufsschulklassen) unterteilt und bewertet wurden. Die Jury setzte sich zusammen aus: Kathi Tullney (Projektleiterin ‚Architektur macht Schule’ AIK SH, Architektin), Dagrun Yrsa Möller (Mitglied des Kompetenzfeldes Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der AIK SH, Architektin), Bernd Perlbach (Freier Fotograf) und Ruth Henniges (Kunsterzieherin).

Die Preisträger sollten für ihre konzeptionell sowie fotografisch gelungenen und ansprechend präsentierten Arbeiten das Jahrbuch ‚Architektur in Schleswig-Holstein’ sowie ein Buch über Architekturfotografie erhalten.  Den jeweils Erstplatzierten der Gruppen A und B sowie dem Träger des Sonderpreises sollte ergänzend die Teilnahme an einem Foto-Workshop unter dem Motto des Wettbewerbs ermöglicht werden: ‚Außen’ und ‚Innen’ am Beispiel des Gebäudes der Architekten- und Ingenieurkammer in Kiel unter professioneller Anleitung des Fotografen Bernd Perlbach.

Am 15. November 2010 wurden die Preise verliehen und die Ergebnisse durch eine temporäre Ausstellung in der Architekten- und Ingenieurkammer gewürdigt. Ein Vortrag des Präsidenten Uwe Schüler über die Funktion der Kammer und das Berufsbild des Architekten sowie die Besichtigung der Geschäftsstelle ergänzten das Programm.

Mit ihren Arbeiten konnten folgende Schülerinnen und Schüler die Jury überzeugen:

Preisgruppe A (9.-11. Klasse):

Den 1. Preis in dieser Preisgruppe erhielt Jana Sch. von der Käthe-Kollwitz-Schule in Kiel für ihre Fotos vom Lessingbad.

Leider konnten aufgrund geringer Teilnahmerzahlen in dieser Altersgruppe keine weiteren Preise vergeben werden.

Preisgruppe B (12. und 13. Klasse sowie Berufsschulklassen):

Der 1. Preis ging an Alina K. von der Alfred-Nobel-Schule in Geesthacht, die in ihrem Beitrag das Äußere und das Innere eines Gebäudes im Gängeviertel in Hamburg thematisierte.

Den 2. Preis erhielt Marielene G., ebenfalls von der Alfred-Nobel-Schule in Geesthacht. Sie fotografierte einen Leuchtturm in Norre Lyngvig, Dänemark.

Auch der 3. Preis ging an einen Schüler von der Alfred-Nobel-Schule: Björn M. wählte als Motiv das Unileverhaus in der Hamburger HafenCity.

Für ihre Fotos von einem Bauwagen in Langenhorn, Nordfriesland, wurde an Lara I. von der Freien Waldorfschule in Flensburg ein Sonderpreis verliehen.

Trotz der Bandbreite an Teilnehmern (zwölf Klassen von insgesamt acht Schulen) aus ganz Schleswig-Holstein wurden alle Preise der Gruppe B nach langer Diskussion an die Alfred-Nobel-Schule in Geesthacht vergeben. Die außerordentliche Qualität der Beiträge sollte hiermit gewürdigt werden. Ein besonderes Lob gilt in diesem Zusammenhang der Kunsterziehung und den engagierten Lehrkräften an dieser Schule.

Bedanken möchten wir uns aber auch bei allen Teilnehmern, die sich auf den Weg gemacht haben, Architektur im Alltag, auf Exkursionen und Urlaubsreisen zu untersuchen: So ist eine große Fülle an unterschiedlichen Motiven aus Schleswig-Holstein und dem nahen Hamburg aber auch aus anderen Ländern wie Dänemark, Russland oder Griechenland entstanden.

In diesem Sinne freuen wir uns auf weitere interessante und vielseitige Beiträge zum nächsten Fotowettbewerb, der im Zwei-Jahres-Turnus stattfindet, und wünschen uns weiterhin, die bewusste Wahrnehmung und kritische Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihrer gebauten Umwelt auf diesem Weg zu fördern und zu fordern.

Hier finden Sie die Ausschreibung und den Flyer zum Schüler-Fotowettbewerb 2010.

FOTOWETTBEWERB 2008: DIE SPRACHE DER MATERIE UND WAS SIE ERZÄHLT

Die Sprache der Materie und was sie erzählt …

FOTOWETTBEWERB 2007: WAS GIBT’S NEUES?

Architektur seit dem Jahr 2000

Liste der prämierten Bilder

Gruppe A: Platz 1

Johanna K.
Schule: Gymnasium Altenholz

Die Intention der Architekturfotografie hat sich in den letzten Jahrzehnten vom objektiv-dokumentarischen Anspruch (ein Gebäude muß in seinen wesentlichen Merkmalen im Bild unverzerrt erfasst werden) hin zu einer subjektiv-expressionistischen Befragung der Oberfläche des fotografischen Objekts entwickelt. Die Erscheinung des Gegenstandes, seine materielle Beschaffenheit, Struktur, Farbe usw. dient nun symbolisch als Bedeutungsträger.

Johanna Krüger isoliert mit dem Blick durch das Teleobjektiv auf interessante Weise ein Fassadendetail. Durch die Art und Weise, wie sie an das Gebäude herangeht und es mit der Kamera beobachtet, macht sie  durch ihre seitliche schräge Untersicht den Rhythmus von diagonalen und vertikalen Fassadenelementen sichtbar. Diese Dynamik balanciert sie gekonnt durch die Ruhe horizontal geordneter Fassadenelemente (Fenster, Wandverkleidung) aus. Die zarte Spiegelung des Himmels im Glas der Fassade hellt das Bild auf und nimmt ihm die Schwere. Der architektonische Blick auf die filigrane Hülle vor der Hülle betont die ästhetischen Aspekte gegenüber technischer Notwendigkeit .

Fazit: Das Bild ist ästhetisch und technisch bemerkenswert umgesetzt, es mutet „professionell“ an.

Gruppe A: Platz 2

Anja Sophie E.
Schule: Gymnasium Altenholz
Motivwahl: IHK

Ein Stilmittel moderner Architektur, die freie Auskragung über die Strasse, wird durch steile Untersicht und nahes Herantreten an das Gebäude dramatisch übersteigert. Das horizontale Raster der  Wandverkleidungsplatten kontrastiert lebhaft mit den anthrazit-dunklen tragenden Fassadenelementen; das Gebäude strebt perspektivisch verjüngend dem Himmel entgegen.

Fazit: Eine klare Formensprache, wie bei professionellen Architekturfotografen, die in Ihrer Wirkung noch gesteigert werden könnte durch Parallelität der vertikalen Linien zum linken Bildrand und horizontale Parallelität der Wandplatten zur unteren Bildkante.

Gruppe A: Lobende Erwähnung

Sina K. R.
Schule: Gymnasium Altenholz
Motivwahl: ist nicht benannt, wird abgefragt.

Die Fotografin verdichtet mit dem Teleobjektiv die Kubatur des Gebäudes flächig- zweidimensional. Durch die Art und Weise, wie sie gegenüber dem Gebäude ihren Standpunkt bezieht, den Ausschnitt bestimmt und sorgsam registrierte Wirkungen des Tageslichts einbezieht, schafft sie eine ruhige Komposition grauer, horizontaler Rechtecke, die lebhaft mit dem vertikalen Rechteck des Himmels kontrastieren.

Die in einheitlich hellem Ton gehaltenen Putzflächen entwickeln im seitlich auftreffenden Sonnenlicht ein interessantes Spiel von Licht und Schatten; eine Grauskala, die von der dunklen Verglasung der Fenster gestützt wird. Nur sehr verhalten gestatten sie einen reflektierten Ausblick in die grüne Umgebung des Hauses. In der rechten oberen Ecke gibt das Gebäude den Blick auf einen surrealistischen Himmel frei, ein vertikales Rechteck – flächig, ohne Perspektive, Fluchtpunkt. Der Betrachter entkommt dem Minimalismus des Gebäudes nicht.

Fazit: Die Fotografin Inszeniert einen Gebäudeausschnitt, dessen Elemente zwar die Zuordnung in eine moderne Architekturepisode zulassen, jedoch keinen spezifischen Bezug herstellen. Klassische Moderne wird hier durch klare, ruhige Linien transportiert. Das Bild überzeugt auf den ersten Blick durch seine formale Klarheit, auf den zweiten Blick gewinnt es den Betrachter durch subtile Tiefgründigkeit.

Gruppe B: Platz 1

Michael Sch.
Schule: Bernstorff-Gymnasium zu Satrup
Motivwahl: Flensburg Galeria/Steinbachhaus.

eigt die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema des Wettbewerbs.

Der Schüler hat mit analoger Technik gearbeitet. Die Arbeit „ohne Filter“ und mit „Normalbrennweite“ dokumentiert, das er „Realität“ darstellen wollte. Diese Realität wird in einer Momentaufnahme eindringlich und sachlich dargelegt. Er thematisiert den Konflikt zwischen historischer Bausubstanz und neuen urbanen Nutzungsansprüchen.

Den Preisträger beeindruckt , wie sich ein denkmalgeschützter Bestandsbau und moderne Kaufhausarchitektur überlagern und durchdringen. Aus dem Gegeneinander wird spannendes Miteinander. Die spiegelnde Glasfassade wird zu einem „Bildschirm“, der das städtebauliche Umfeld reflektiert.

Er behält die neutrale Position des Beobachters in seiner bildnerischen Umsetzung bei. In bester dokumntarischer Tradition unterlässt er subjektive Bedeutunsaufladungen und „kreative“ Spielerei. Seine Kreativität  besteht darin, mit der Kamera einen Standpunkt so zu beziehen, dass die Synthese von Denkmalschutz und moderner Kaufhausaarchitektur evident wird in den bildnerisch vorgetragenen architektonischen Details ablesbar wird.

Das Bild könnte seine Aussage eindringlicher vortragen: die Korrektur stürzender Linien (auch nachträglich in einem Bildbearbeitungsprogramm) und eine Digitalisierung, die auch die Lichter- und Schattenpartien durchgezeichnet hätte, hätten die Bildaussage noch frappierender werden lassen.

Es ist eines der sehr wenigen Fotos, denen man auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit Architektur ansieht.

Gruppe B: Platz 2

Martina A.
Schule: Johann-Heinrich-Voss-Schule Eutin
Motivwahl: Sana Klinik Eutin

Über- und Hinterschneidungen, entstanden durch ein Wechselspiel von Architektur und Topographie, werden durch genaue Beobachtung erkannt und durch sorgfältige Standortwahl mit der Kamera sichtbar gemacht.

Es entsteht ein interessanter Bildrhythmus von Diagonalen und Vertikalen, von architektonischen und landschaftlichen Flächen, von sichtbar gemachten Materialitäten ( Glas, Stahl, gelbe Klinkerwand, Holzverschalung, Rasen, Findling. Durch die Art und Weise, wie Martina Armbrecht das holzverschalte, einem Schiffsbug ähnliche Gebäude entsteht eine surreal anmutende Bildwirkung, die die Phantasie des Betrachters provoziert.

Fazit: Reduziertes, nahezu abstraktes Zusammenspiel von Landschaftsmodellierung und Architektur, von Farben und Texturen.

Gruppe B: Platz 3

Henrike K.
Schule: Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll
Motivwahl: Neuer Fähranleger Dagebüll.

Henrike Ketelsen ist eine der ganz wenigen Teilnehmerinnen, die eine vollständige Gebäudeansicht angefertigt haben. Ihre Ansicht des „Neuen Fähranlegers in Dagebüll“ ist professionell gekonnt umgesetzt: das Bild dokumentiert alle wesentlichen Gebäudemerkmale. Durch seitlich auftreffendes Sonnenlicht wird das Gebäude plastisch modelliert und zugleich als Terminalgebäude touristisch attraktiv in Szene gesetzt. Durch die Einbindung von Personen gewinnt das Gebäude zugleich eine menschliche Dimension. Deutlich ist der Gebäudegestus erfasst: der Bug eines Schiffes, das in See sticht. Trotz harten Seitenlichts ist das Bild in allen Details lesbar: Die Öffnung zum Meer ist sogar in der Transparenz der Glasfassade ablesbar: verschattete

Partien versinken nicht in undifferenziertem Schwarz sondern sind durchgezeichnet; selbst die Glasfassade bietet Einblick in das unbeleuchtete Innere und zeigt so in der Umkehrung die Offenheit zum Meer.

Gruppe B: Platz 3

Kristina P.
Schule: Gymnasium am Mühlenberg Bad Schwartau
Motivwahl: Dienstgebäude Deutsche Bundesbank, Lübeck

Einziges auf s/w Darstellung reduziertes Bild, Baujahr recherchieren, keine digitale/Negativ Daten –  vorhanden abzufragen.

Bildtext der Teilnehmerin stimmt mit der Komposition des Motives auf dem Foto und der Darstellung der markanten Gebäudeteile überein. Der.geschwungene Gestus der runden Ziegelwand, kontrastierend zu zwei planen, voreinander liegenden Wandscheiben, sind als charakteristische Gestaltmerkmale der Fassade, bildnerisch herausgearbeitet worden. Die Reduktion auf Schwarzweiß betont die gebaute Form, ohne durch Farbe abzulenken; dennoch bleibt die Materialität des Gebäudes ablesbar. Die Konzeption des Bildes spielt nicht mit Effekten; sachlich-unspektakulär wird ein bauliches Detail heraus präpariert und vorgetragen.

Gruppe B: Lobende Erwähnung

Carla E.
Schule: Integrierte Gesamtschule Bad Oldesloe
Motivwahl: Sporthalle Bad Oldesloe

Künstlerische Verfremdung einer Detailaufnahme in hoher, sensibler Umsetzung. Das Bild ist ein gelungenes Beispiel dafür, was passiert, wenn man sich aus den gewohnten Bedeutungskontexten ver-rückt. Man gelangt zu neuen interessanten Perspektiven. Der ungewohnte Blick lässt den Strukturaufbau und Farbnuancen eines Fassadenaufbaus zu einer Wiederspiegelung der inneren Befindlichkeit des Betrachters werden.

Andere Kategorie: Fotokunst, die Architektur nur zum Anlass nimmt und nicht zum Gegenstand hat.

Gruppe B: Lobende Erwähnung

Younes Adam T.
Schule: Max-Planck-Schule
Motivwahl: Ausschnitt IHK Kiel

Fotografie/Motiv und Begründung des Teilnehmers stimmen überein und zeigen konzeptuelles Denken: der Fotografen genügt nicht oberflächlich bildliches Erfassen des Gebäudes, er nutzt konstruktive Merkmale des Gebäudes zur Schaffung einer formal-abstrakten Bildkomposition aus Linien und Flächen.

Das überzeugte die Jury, besonders in Hinblick auf das Alter des Teilnehmers, eine lobende Erwähnung auszusprechen.

Gruppe B: Beispielhafte Erwähnung

Johanna M.
Schule: Leibnitz-Gymnasium Bad Schwartau

Sehen ist wissendes Sehen. Die Fotografin schreibt, der Stuhl verkörpere die Kreativität der im dahinter liegendem Gebäude Tischlerei. Diese Beziehung ist weder durch den Stuhl noch in der dahinter gelegenen  zeitgemäßen aber beliebig wirkenden Gewerbearchitektur ablesbar. Der Stuhl sieht aus wie ein Stuhl eben aussieh, nur eben überdimensional vergrößert. Niemand soll auf ihm sitzen, es ist ein Werbeträger, der in dieser uniformen Umgebung von Gewerbebauten und Einfamilienhäusern als Landmarke Orientierung schafft.

Ein dramatischer Himmel,  der sich über dem Nebeneiander von EFH, Werbeträger und Gewerbebau spannt, klammert eine surreal anmutende Realität, die die Fotografin wohl unterbewußt gespürt hatte, jedoch nicht benennen konnte. Sie hätte Ihr Bild dann explizierter vortragen können, z. B. durch ein klar formuliertes dokumentarisches Vorgehen, selbst mit einfachsten fotografischen Mitteln. Leider hat das Bild nur allergeringste „Fotohandy-Qualität“. Sehr schade, ist es doch eines der wenigen eingereichten Beispiele, die einen inhaltlich-analytischen bzw. dokumentarischen Ansatz verfolgt hatten.

Bernd Perlbach: Ich persönlich halte es für sehr wichtig, dieses Bild zu erwähnen, und zwar:

  1. Gute Bilder bedürfen nicht ausgefeilter Kameras, allerdings sollte der Fotograf schon wissen, was „Bildauflösung“ bedeutet.
  2. Die meisten Bildbeispiele sind eher formalistisch, sie spielen ästhetisch-vordergründig mit dem Gebäude. Bildgebende Linien sind nur seltens „konstruktiv“ durch die Architektur begründet, sie machen auch nicht konstruktive Merkmale des Gebäudes deutlich.
  3. Gebäude erfüllen menschlich-individuelle, soziale, merkantile und andere Funktionen. Auch diese sollten in Architekutbildern ablesbar sein. Es soll nicht der Topos gefördert werden, dass eine vor einem Hochhaus nach oben gerichtete Kamera schon automatisch ein „Architekturbild“ liefert. Architekturfotografie hat auch eine inhaltliche Dimension.

Auch wenn dieses Bild ungekonnt und auch „nolens volens“ ist, betrachte ich es als ein Exempel zur Verdeutlichung einer „Marschroute“.

Preiskategorien:

  • 1. Preise, Gruppe A u. B
    je 1x Fotokamera- Preis max. 250 EUR und je 1x DVD „Das Photoshop-Training für digitale Fotografie“ je 24,90 EUR
  • 2. Preise Gruppe A u. B
    Je 1x DVD „Das Photoshop-Training für digitale Fotografie“ je 24,90 EUR und je 1x ein Jahrbuch S-H
  • 3. Preise Gruppe A u. B
    Je 1x DVD „Das Photoshop-Training für digitale Fotografie“ je 24,90 EUR
  • 4x Lobende Erwähnung
    je 1x ein Jahrbuch S-H

In der Anlage können Sie den Flyer einsehen.

FOTOWETTBEWERB 2006: BAUWERKE AUS DEINER HEIMAT, DIE DU TOLL FINDEST

Im Fotowettbewerb des Jahres 2006 ging es darum, Bauwerke aus der Heimat zu fotografieren und zu begründen, wieso sie dem Fotografen gut gefallen. Ziel dabei war wie immer die bewusste Auseinandersetzung der jungen Menschen mit ihrer gebauten Umwelt.