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Architekten- / Ingenieursuche

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Jahresberichte

Jahresbericht 2017

Mit der Ausstellung der Bauprofile im Januar und Februar 2017 beendete der Fachbereich  Bauwesen der Fachhochschule Lübeck das Wintersemester 2016/ 2017.

In der Ausstellung präsentierten 34 Bachelorabsolvent/innen der Architektur, 43 des Bauin­genieurwesens sowie vier Masterabsolvent/innen der Architektur, acht Master des Städte­baus und der Ortsplanung sowie 21 Master des Bauingenieurwesens ihre Abschlussarbei­ten.

Ein besonderer Höhepunkt war und ist jährlich die Verleihung des Axel-Bundsen-Preises, aus­geschrieben von der gleichnamigen Stiftung mit Sitz an der Architekten- und Ingenieur­kam­mer Schleswig-Holstein (aik). Die „Axel-Bundsen-Stiftung“ fördert mit dem Wettbewerb die Aus- und Fortbildung des Berufsnachwuchses in der Architektur, Landschaftsarchitektur, In­nenarchitektur und von am Bau tätigen Ingenieur_innen. Im Rahmen der Ausstellungseröff­nung verkündete und prämierte der zweite Vizepräsident der aik, Architekt Reinhold Wuttke, die Gewinner und Gewinnerinnen des studentischen Architektur-Wettbewerbs, den die Bund­sen-Stiftung zur Nachwuchsförderung mit dem Thema „Gemeinschaftliches Wohnen – Das Dorf im Haus“ ausgelobt hatte.

Die Aufgabe wurde von FH Prof. Andreas Scheuring im Sommersemester 2016 formuliert und war für alle Bachelor- und Masterstudierende des FB Bauwesen offen. Die Gruppen wa­ren gemischt und setzten sich aus Studierenden der Architektur und des Bauingenieurwe­sens zusammen. Insgesamt hatten sich sechs Teams zusammengefunden und die Arbeiten anonym eingereicht.

Bereits im Oktober 2016 tagte das Preisgericht in der Zusammensetzung von FH Professu­ren und Vorstandsvertretern der aik. Nach drei Rundgängen und intensiv geführten Diskussi­onen stand das Ergebnis fest. Drei Teams konnten sich platzieren und die Sachpreise entge­gennehmen.

Die Architekturstudentinnen Eugenia Schieber, Siyi Han und Cassandra Condina konnten den ersten Platz für sich entscheiden. Laut Preisgericht weist die Arbeit des Teams ein kla­res räumliches Konzept mit unterschiedlichen Lichtraumhöhen / Deckenhöhen auf, „Innen und Außen“ stimmen überein, die Schlafebenen sind separiert, was eine Privatsphäre sicher­stellt. Auch das Tragwerk ist gut  durchdacht und rechnerisch nachgewiesen, so das Urteil der Jury.

Das Dreierteam Nicole Ptak, Lena Hanssen und Katrin Willert, alle drei Architekturstudentin­nen, haben den zweiten Platz erzielen können. Ihre Arbeit überzeugte durch ein hohes Maß an Übereinstimmung von architektonischer Konzeption und konsequentem (Stab-) Tragwerk sowie durch eine sehr gute Kleinräumigkeit. Die einzelnen Kuben sind frei im Raum verteilt, was zu spannenden und differenzierten Konstellationen führt, die Treppen bilden ebenfalls reizvolle Räumlich­keiten. Kritisch wurde die Erschließung gesehen; so verfügt das Konzept nicht über einen überzeugenden Gemeinschaftsbereich im Erdgeschoss. Das relativ hohe Maß an „Resträu­men“ resultiert aus dem konsequent angewendeten Tragwerk und dem Ein­halten der in der Aufgabe gestellten Kubatur. Die Arbeit bildet mit ihren dezentral verteilten Räumlichkeiten einen Gegensatz zu dem Gedanken eines „zentralen Raumangebotes“. Eine Schwäche liegt in dem abgesenkten Haupteingang, so die Beurteilung des Preisgerichts für den zweiten Platz.

Den dritten Platz konnten sich die drei Architekturstudentinnen Runaz Ali, Alexandra Diesel­dorf und Beles Holwege sichern. Die Meinung der Jury zu dieser Gemeinschaftsarbeit lau­tete: Das Tragwerk erscheint einfach aber „machbar“, dennoch gab es Problempunkte im Detail. Die Innenräumlichkeit und Boxen erscheinen gut. Die Individualität ist stärker ausge­prägt als der Gemeinschaftsaspekt, der eher „abgeschlossen“ wirkt. Eine Bibliothek als Ge­meinschaftsprojekt wird anerkannt. Die Grundrissdisposition mit der Aufteilung der privaten Boxen im Erdgeschoss und den Gemeinschaftseinrichtungen im Obergeschoss ist nicht aus­reichend nachvollziehbar. Der Eingang mit anschließendem Erschließungsbereich in Ver­bin­dung mit den einläufigen Treppen ins Obergeschoss warf Fragen der Orientierung und Zu­sammengehörigkeit auf. Auch erfolgen Belichtung und Belüftung der Küchen indirekt. Die Kubatur als Vorgabe in der Aufgabenstellung wurde nicht eingehalten und führte zu der Be­wertung auf den dritten Platz.

In der Vorstandssitzung 9. Mai 2017 hat bezüglich des Studentenwettbewerbs

Prof. Laleik bereits im Vorwege zwei Vorschläge für den Wettbewerb der Axel-Bundsen-Stif­tung, welche Prof. Scheuring ausgearbeitet hat, vorgelegt:

Vorschlag 1: Sailing Tower – Kieler Hörn

Im Rahmen dieser Aufgabe soll ein Tribünenturm entworfen werden, der als vertikales Zei­chen den Endpunkt der Kieler Förde signalisiert.

Vorschlag 2: Segelclub am Ratzeburger See

An dem bestehenden Steg soll ein Clubgebäude im Wasser entworfen werden.

Nach einer kurzen Diskussion beschließt der Vorstand in der Vorstandssitzung einstimmig als Wettbewerbsaufgabe den „Sailing-Tower – Kieler Hörn“.

Herr Prof. Laleik berichtet über die 14tätige Einführungswoche für die Erstsemester an der Fach­hochschule Lübeck. In diesem Zusammenhang geht Prof. Laleik auf eines der angebo­tenen Projekte „Herstellung eines Tetraeders aus Pappe“ ein.

Prof. Laleik wirft die Frage auf, wie die Stiftung zu dem Thema „Internationalisierung und Vernetzung“ steht und regt an, darüber nachzudenken.

Die Geschäftsführerin Frau Simone Schmid nahm beratend an der Vorstandssitzung im Mai teil.

 

 
Jahresbericht 2016

An der Fachhochschule Lübeck wurde im Frühjahr der Studentenwettbewerb „Membrantrag­werk“ ausge­lobt.

An dem Preisgericht am 28. April 2016 in der Fachhochschule Lübeck waren anwesend:

Prof. Dipl.-Ing. Achim Laleik, Prof. Dr.-Ing. Günther Schall, Prof. Dipl.-Ing. Andreas Scheu­ring, Dipl.-Ing. Kai Trebes.

Als Vorsitzender wurde einvernehmlich Prof. Dipl.-Ing. Achim Laleik bestimmt, der die Wahl annahm. Da Herr Prof. Dr. ès. sc. techn. Michael Hoeft die Aufgabe gestellt hatte, nahm er ohne Stimmrecht an der Sitzung teil.

Es waren insgesamt 5 Arbeiten eingereicht worden. Alle wurden zum Verfahren zugelassen. Die Arbeiten waren nicht anonym.

Im ersten Rundgang verschafften sich die Preisrichter einen Überblick über die Arbeiten und diskutierten grundsätzliche Fragen.

Zu den Arbeiten:

Arbeit 1: Stützen und Seilabspannung – gut ablesbar: vorne / Ausblick und hinten / Zugang als ortsspezifische Qualität,
Arbeit 2: „klassiches Zelt“, nicht ortsspezifisch,
Arbeit 3: „Stützenwald“ mit Freiheiten, Licht unter der Membran,
Arbeit 4: „(Stahl-) Rahmen / HP“, dynamische Form,
Arbeit 5: „Zirkuszelt“, nicht ortsspezifisch, sehr gut gebautes Modell.

Alle Arbeiten verblieben im Wettbewerb.

Im zweiten Durchgang wurden die Arbeiten auf Qualitäten und Widersprüchlichkeiten hin be­trachtet. Die Frage der Ortsgebundenheit spielte ebenfalls eine Rolle.

Zu den Arbeiten:

Arbeit 1:
Konstruktive Unstimmigkeiten (der Aufgabe nicht angemessene Druckstäbe), gestalterisch ansprechend, ortsspezifisch

Arbeit 2:
Kleinere Unschärfen (Wassersäcke, Reibung Membran auf Seil, Primär und Sekundärtrag­werk), nicht ortsgebunden

Arbeit 3:
Keine konsequente Konstruktion (Randpunkte teilweise flattergefährdet, Stellung + Anzahl der Stützen, Wassersäcke), aber optimierbar. Gestalterisch ansprechend, Stützen lassen z.B. Segelbootmasten assoziieren, Licht unter der Membran, positiver Gesamteindruck

Arbeit 4:
Die Arbeit weist letztendlich keine der Membran angemessene Form auf und wird deswegen nicht in die dritte Runde genommen. Die Membrantragwirkung ist nicht erkennbar. Das Trag­verhalten der Dachfläche gleicht vielmehr dem eines Balkentragwerks. Wäre die Dachfläche ein Membran- oder Seiltragwerk würden bei dem dargestellten Dach sehr große Biegemo­mente in den Randträgern entstehen. Die Randträger müssen dann eher ringförmig konstru­iert sein, damit sich ein Druckring ausbilden kann.

Arbeit 5:
Die Arbeit setzt das Membranthema konstruktiv am besten um, ist aber nicht ortsspezifisch (Sichtbezug, Orientierung). Auch wird die Aufenthaltsqualität unter der Membrane hinterfragt.

Im dritten Rundgang Stimmen die Preisrichter nach weiterer Diskussion zu den Arbeiten über die Reihenfolge ab. Einstimmig wird folgende Reihenfolge bestimmt:

  1. Platz: Arbeit Nr. 3 – Timm Paulsen
  2. Platz: Arbeit Nr. 1 – Nils-Lasse Kohrn
  3. Platz: Arbeit Nr. 2 – Harman Taha Otmann und Arbeit Nr. 4 – Florian Wolfgang Struzyna
  4. Arbeit Nr. 5 – Niklas Schönlau – wurde in der 2. Runde ausgeschieden.

Insgesamt zeigte sich das Preisgericht positiv beeindruckt und spricht seine Anerkennung für alle Arbeiten aus und würdigt zugleich das Engagement und das Wissen der Studierenden. Die Darstellungen und Berechnungen sowie die Modelle haben z.T. sehr hohe Qualität und wussten anzusprechen und zu überzeugen. Insbesondere auch gestalterische Aspekte und die Auseinandersetzung mit dem Ort wurden durch das Preisgericht einstimmig gewürdigt.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Ausstellungseröffnung der Abschlussarbeiten der Sommersemesters an der Fachhochschule Lübeck am Dienstag, dem 19. Juli 2016 statt.

Die Preisträger erhielten neben einer Urkunde jeweils ein Buch „Ingenieurbaukunst 2016“, dem 1. Preisträger wurde als zusätzliche Anerkennung das Werkver­zeichnis über den ge­staltenden Ingenieur Santiago Calatrava überreicht.

An der Fachhochschule Lübeck wurde für das Wintersemester der Studentenwettbewerb 2016/2017 „Das Dorf im Haus“ ausgelobt.

Das Preisgericht fand am 05. Oktober 2016 in der FH Lübeck statt

Ánwesend waren:
Prof. Achim Laleik, Prof. Melanie Rüffer, Prof. Günther Schall, Architekt Uwe Schüler, Prof. Andreas Scheuring, Architekt Reinhold Wuttke

Als Vorsitzender wurde einvernehmlich Prof. Achim Laleik angefragt, der die Wahl annahm.

Es waren insgesamt sechs Arbeiten eingereicht worden, alle wurden zum Verfahren zugelas­sen. Die Arbeiten waren nicht anonym.

Die Aufgabe lautete „ Gemeinschaftliches Wohnen – Das Dorf im Haus“ und wurde von Prof. Andreas Scheuring gestellt. Die Aufgabe war für Bachelor- und Masterstudierende des FB Bauwesen offen und wurde in Kleingruppen bearbeitet. Die Gruppen waren gemischt und setzten sich aus Studierenden der Architektur und des Bauingenieurwesens zusammen.

Bei diesem Wettbewerb wurde erstmals ein neues Procedere für den Wettbewerb gewählt. Die Teams stellten jeweils in 5 Minuten ihre Grundidee an Modell und Plan vor und beant­worteten kurz Rückfragen.

Das Format hat sich bewährt und soll beibehalten werden. 5 Minuten Präsentationszeit wa­ren ausreichend, der Wert von Gruppenarbeit sowie die damit verbundenen Lerneffekte wur­den in ihrer Bedeutung unterstrichen.

Im ersten Rundgang schieden die Arbeiten aus, die keinen Fürsprecher fanden.

Arbeit 1
Herr Hoeft nennt das Tragwerk sehr einfach mit zentralen Stützen, Herr Scheuring bevorzugt Stützenfreiheit. Das Tragwerk und die Pfosten-Riegelkonstruktion überzeugen nicht (ausge­steifte Ecken?), die architektonische Konzeption erschien hier wichtiger. Die „Doppelfassade“ erscheint widersprüchlich, als Sonnenschutz nicht überzeugend. Die Innenräumlichkeit und die Staffelung der Gemeinschaftseinrichtung sind gut.

Die Arbeit wird in die 2. Runde genommen.

Arbeit 2
Das Tragwerk erscheint einfach aber „machbar“, auf Problempunkte im Detail wird hingewie­sen. Innenräumlichkeit und Boxen erscheinen gut. Die Individualität ist stärker ausgeprägt als der Gemeinschaftsaspekt, der eher abgeschlossen wirkt. Die Bibliothek als Gemein­schaftsprojekt wird anerkannt. Die Arbeit wird in die 2. Runde genommen.

Arbeit 3
Die Statik erscheint durch die Auskragungen bzw. Drehung nicht einfach. Ein Raumkonzept insbesondere auch für die Flächen unterhalb der Auskragungen erscheint nicht ersichtlich. Die Vorgabe der Kubatur aus der Aufgabenstellung wird nicht eingehalten. Ein Gemein­schaftsgedanke ist nicht erkennbar. Die Arbeit erscheint insgesamt nicht überzeugend und scheidet im ersten Rundgang aus.

Arbeit 4
Die Arbeit weist ein klares räumliches Konzept mit unterschiedlichen Lichtraumhöhen / De­ckenhöhen auf, „Innen und Außen“ stimmen überein, die Schlafebenen sind separiert, was eine Privatsphäre sicher stellt, das Tragwerk ist gut, durchdacht und rechnerisch nachgewie­sen. Die Arbeit wird in die 2. Runde genommen.

Arbeit 5
Die Arbeit weist ein hohes Maß an Übereinstimmung von architektonischer Konzeption und konsequentem (Stab-) Tragwerk auf. Folglich sind die einzelnen Kuben frei im Raum verteilt, was zu spannenden Konstellationen führt. Die Treppen bilden ebenfalls reizvolle Räumlich­keiten. Kritisch wurde die Erschließung gesehen, ebenso die Frage der Privatheit bei einem hohen Maß an Transluzenz. Das relativ hohe Maß an „Resträumen“ resultiert aus dem kon­sequent angewendeten Tragwerk und dem Einhalten der in der Aufgabe gestellten Kubatur. Die Arbeit bildet mit ihren dezentral verteilten Räumlichkeiten einen Gegensatz zu dem Ge­danken eines „zentralen Raumangebotes“. Die Arbeit wird in die 2. Runde genommen.

Arbeit 6
Die Arbeit weist keine der Aufgabe angemessen formulierte Grundkonzeption auf und wirkt eher wie ein auf Sparsamkeit orientierter Dreibund mit aktivierbarer Mittelzone. Der Mittelbe­reich erscheint dennoch eher stereotyp, die Fassaden sind nicht inspirierend. Das Tragwerk ist praktikabel. Die Brückenplatten werfen Fragen auf, der Gemeinschaftsgedanke kommt nicht ausreichend zur Geltung. Die Arbeit erscheint insgesamt nicht überzeugend und schei­det im ersten Rundgang aus. 

Im zweiten Durchgang wurde folgendes entschieden:

Arbeit 1
Nach erneuter und vertiefter Diskussion erscheinen die Widersprüchlichkeiten zu groß. Dies gilt insbesondere für die zu aufwendige Erschließung sowie die „doppelte Fassade“, mit der zudem eine natürliche Belüftung nicht möglich ist.

Die Arbeit scheidet im 2. Rundgang aus.

Die Arbeiten 2, 4 und 5 werden in den dritten, abschließenden Rundgang genommen.

  1. Rundgang, Abstimmung und Ergebnis

Arbeit 2
Die Grundrissdisposition EG = private Boxen, OG = Gemeinschaftseinrichtungen ist nicht ausreichend nachvollziehbar. Der Eingang mit anschließendem Erschließungsbereich in Ver­bindung mit den einläufigen Treppen ins OG warf Fragen der Orientierung und Zusammen­gehörigkeit auf. Belichtung und Belüftung der Küchen erfolgen indirekt. Die Kubaturvorgabe der Aufgabenstellung wurde nicht eingehalten. Insgesamt gesehen kommt die Arbeit nach einstimmigem Urteil nicht für einen 1. oder 2. Platz in Betracht. 

Arbeit 4
Die Frage der unterschiedlichen Höhen, gerade auch im Mittelbereich des Grundrisses, wurde kontrovers mit den Stärken und Schwächen diskutiert, ebenso das Verhältnis von Pri­vatheit und Gemeinschaft. Hier wurden weitere Verbindungsmöglichkeiten gewünscht. Die z.T. recht kleinteilige Fassadengestaltung a lá Mondrian vermittelt die innere Struktur des Gebäudes nur bedingt. Stärken wurden insbesondere in dem „Dorfanger“ der EG-Mittelzone gesehen sowie den differenzierten Räumlichkeiten innerhalb des vorgegebenen Kubus und dem gut positionierten vielfältigen Gemeinschaftsangebot im EG.

Arbeit 5
Die Arbeit überzeugt durch eine sehr gute Kleinräumigkeit, verfügt aber nicht über einen überzeugenden Gemeinschaftsbereich im EG. Die spannende Innenraumsituation bringt an­dererseits eine Orientierungsschwierigkeit mit sich. Eine Schwäche liegt in dem abgesenkten Haupteingang.

  1. Platz: Arbeit Nr. 4
  2. Platz: Arbeit Nr. 5
  3. Platz: Arbeit Nr. 2

Insgesamt zeigte sich das Preisgericht positiv beeindruckt und Herr Schüler spricht in einer kurzen Ansprache den versammelten Studierenden seine Anerkennung für die Arbeiten aus und würdigt zugleich das Engagement, das Wissen und die Fertigkeiten der Studierenden. Die Darstellungen und Berechnungen sowie die Modelle haben z.T. hohe Qualität und wuss­ten anzusprechen und zu überzeugen. 

Die Preisverleihung findet Anfang 2017 im Rahmen der Ausstellungseröffnung der Ab­schlussarbeiten des Wintersemesters statt.

Die Geschäftsführerin Frau Simone Schmid nahm beratend an der Vorstandssitzung im April teil.

 

 

 

 

 

 
JAHRESBERICHT 2015

An der Fachhochschule Lübeck wurde ein Studentenwettbewerb mit dem Bearbeitungsschwerpunkt für Ingeni­eure zum Thema „Zentraler Busbahnhof“ ausgelobt.

 

Der Busbahnhof mit einer Fläche von 50 x 80m soll ein großflächig überdachtes Gesamttrag­werk aufweisen, neben Bahnsteigen für Stadt- und Fernbusverkehr sind ergänzende Infra­strukturen für Ticketschalter, Kioske, Aufenthalts- und WC-Einrichtungen vorzusehen.

Hierzu waren die Bachelorstudenten für Architektur zu diesem Thema hinzugezogen worden. Hilfestellungen durch Büros waren möglich. Verkehrsplaner konnten ebenfalls zur Beratung hinzugezogen werden.

Der Preis sollte eigentlich im Sommersemester 2015 vergeben werden, was sich aufgrund der Herrichtung Gebäude 14, Umzug, Wahlfach, Zielgruppenfokussierung nicht re­alisieren ließ.

Zum Abgabetermin lag keine Bewerbung vor, was aus Sicht der Fachhochschule Lübeck da­ran lag, dass es sich um eine Aufgabe für ein Wahlfach handelt. Aus diesen unvorhersehba­ren Gründen wurde die Aufgabenstellung nach vorheriger Abstimmung mit dem Vorstand ge­ändert in „Überdachung einer Freitreppe mit Ausrichtung zum Hafen in Kiel-Schilksee mit ei­ner Membran-Konstruktion“.

Die Geschäftsführerin Frau Simone Schmid nahm beratend an den Vorstandssitzungen teil.

 

 
JAHRESBERICHT 2014

An der Fachhochschule Lübeck wurde ein Studentenwettbewerb zum Thema: „Clubhaus Golfclub Lübeck“ durchgeführt. Das Preisgericht aus Mitgliedern des Vorstandes, Frau Prof. Rüffer, Herrn Prof. Hoeft, Herrn Prof. Dr. Schall und Herrn Prof. Scheuring tagte am 09.07.2014. Es be­schloss nach intensiver Diskussion einstimmig folgende Rangordnung der Preise:

  1. Preis Hendrik Dettmann
  2. Preis Fiona Hoffbauer (A) / Annika Schwalb (B)
  3. Preis Annelieke Benecken (A) /Nele Ostendorf (A) / Nils-Lasse Kohrn (B) / Christoph Lange (B)

Anerkennung: Lisa Maria Schossnick (A) /Christoph Böing (A), Janek von Hofe/Timm Paulsen (B)

Anschließend wurden die Modelle auf der Nord­bau Neumünster auf dem gemeinsamen Stand der AIK SH und der FH Lübeck präsentiert.

Herr Schüler lobte die hochwertigen Arbeiten, welche eingereicht wurden. Hingegen bedau­erte Herr Schüler, dass letztendlich die Studierenden aus dem Bereich Bauingenieurwesen aus dem Wettbewerb ausgestiegen waren. In diesem Zusammenhang wurde im Vorstand über die Ursache der mangelnden Beteiligung der Studierenden aus dem Bereich Bauingeni­eurwesen diskutiert.

Es wurde vorgeschlagen, Wettbewerbe auszuloben, durch welche Studenten aus dem Be­reich Bauingenieurwesen motiviert werden, bis zum Ende teilzunehmen bzw. die Studenten aus dem Bereich Architektur sich Studienkollegen aus dem Bereich Bauingenieurwesen su­chen müssen, welche sie unterstützen.

Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Herr Klaus Petersen. Das Vorstandsmitglieder der AIK SH Herr Architekt Reinhold Wuttke, Neumünster, übernimmt die Mitgliedschaft kraft Amtes. Auf der Kammerver­sammlung am 26. November 2014 wurden die Vorstandsmitglieder Architekt Uwe Schüler (Vorsitzender), Rendsburg, Architekt und Stadtplaner Prof. Achim Laleik, Hamburg, Architekt Reinhold Wuttke, Neumünster, und Beratender Ingeni­eur Kai Trebes, Kiel und Herr Ministerialdirigent Norbert Scharbach wiedergewählt. Die Amtszeit des gewählten Vorstandes der Axel-Bundsen-Stiftung läuft vom 02.12.2014 bis zum 01.12.2019.

Die Geschäftsführerin Frau Simone Schmid nahm beratend an den Vorstandssitzungen teil.

 

 
JAHRESBERICHT 2013

Herr Architekt Dipl.-Ing Uwe Schüler, Präsident der AIK S-H, übernahm ab 01.01.2013 sat­zungsgemäß das Amt des Vorsitzenden der Axel-Bundsen-Stiftung. Sein Vorgänger, Herr Architekt Prof. Diethelm Hoffmann, hatte das Amt zum 31.12.2012 niedergelegt.

An der Fachhochschule Lübeck wurde ein Studentenwettbewerb zum Thema: „Seetribüne Kiel-Düsternbrook“ durchgeführt. Das Preisgericht aus Mitgliedern des Vorstandes, Frau Prof. Rüffer, Herrn Prof. Dr. Schall und Herrn Prof. Scheuring tagte am 03.07.2013. Es be­schloss nach intensiver Diskussion einstimmig folgende Rangordnung der Preise:

  1. Preis – Matthias Baade
  2. Preis – Stefanie Krumm
  3. Preis – Stephan Annecke

Anerkennung: Danica-Lesley v. Massow

Anerkennung: Tim Möller

 

Die Jury nimmt die Verteilung des ausgelobten Preisgeldes von 3.000,–€ wie folgt vor:

 

  1. Preis: 1000,00 €        Matthias Bade
  2. Preis:   800,00 €        Stefanie Krumm
  3. Preis:   600,00 €        Stephan Annecke

Anerkennung:         300,00 €        Danica-Lesley v. Massow
Anerkennung:         300,00 €        Tim Möller

Die Wettbewerbsarbeiten der Preisträger wurden in der AIK SH ausgestellt.

Anschließend wurden die Arbeiten von Matthias Bade und Stephan Annecke auf der Nord­bau Neumünster auf dem gemeinsamen Stand der AIK SH und der FH Lübeck präsentiert.

Herr Schüler lobte die hochwertigen Arbeiten, welche eingereicht wurden. Hingegen bedau­erte Herr Schüler, dass letztendlich die Studierenden aus dem Bereich Bauingenieurwesen aus dem Wettbewerb ausgestiegen waren. In diesem Zusammenhang wurde im Vorstand über die Ursache der mangelnden Beteiligung der Studierenden aus dem Bereich Bauingeni­eurwesen diskutiert.

Es wurde vorgeschlagen, Wettbewerbe auszuloben, durch welche Studenten aus dem Be­reich Bauingenieurwesen motiviert werden, bis zum Ende teilzunehmen bzw. die Studenten aus dem Bereich Architektur sich Studienkollegen aus dem Bereich Bauingenieurwesen su­chen müssen, welche sie unterstützen.

Dieses soll in dem Studentenwettbewerb 2014 berücksichtigt werden.

Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Herr Prof Dr. Utz Schliesky. Herr Ministerialdirigent Norbert Scharbach aus dem Innenministerium hatte sich bereit erklärt, als Vertreter des Lan­des Schleswig-Holstein Mitglied des Vorstandes zu werden und wurde auf der Kammerver­sammlung am 26. November 2013 gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder im Jahr 2013 wa­ren Architekt Uwe Schüler (Vorsitzender), Rendsburg, Architekt und Stadtplaner Prof. Achim Laleik, Hamburg, Architekt und Stadtplaner Klaus Petersen, Lübeck und Beratender Ingeni­eur Kai Trebes, Kiel.

Die Geschäftsführerin Frau Simone Schmid nahm beratend an den Vorstandssitzungen teil.

 
JAHRESBERICHT 2012

Aus dem Vorstand ausgeschieden waren Birte Burau wegen ihres beruflichen Tätigkeitsschwerpunktes in Dänemark und Dr. Klaus Alberts nach der Beendigung seines Amtes als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied. Damit zukünftig auch der Vorstand der Architekten- und Ingenieurkammer angemessen vertreten ist, wurde von der Kammerversammlung am 22.11.2011 eine Satzungsänderung beschlossen. Nachgewählt als Vorstandsmitglied wurde der 2.Vizepräsident der AIK-SH Architekt Dipl.-Ing. Klaus Petersen. Weitere Vorstandsmitglieder im Jahr 2012 waren Prof. Dr. Schliesky, Prof. Dipl.-Ing. Laleik, Dipl.-Ing. Kai Trebes und Prof. Dipl.-Ing. Hoffmann (Vorsitz), die Geschäftsführerin Frau Simone Schmid nahm beratend an den Vorstandssitzungen teil.

Die Durchführung eines Fotowettbewerbs für Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens an der FH Lübeck im Jahr 2011 war im Ergebnis mit nur 14 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen für den Vorstand enttäuschend. Am effektivsten erschien in diesem Zusammenhang der einige Zeit danach unter Leitung des Fotografen Joachim Thode für die Wettbewerbsteilnehmer durchgeführte Intensiv-Fotokurs in der Geschäftsstelle der Architekten- und Ingenieurkammer S-H.

Die zeitliche Belastung der Studierenden nach der Studienreform ließ offensichtlich nur wenige Möglichkeiten für Aktivitäten außerhalb des Lehrplans.

Der Vorstand entschied sich in dieser Situation wieder einmal für die Durchführung eines landesweiten Schülerwettbewerbs unter Beteiligung des IQSH. Das schon früher diskutierte Thema „Ein Modellkasten für Leonardo Fibonacci“ fand allgemeine Zustimmung auch bei dem IQSH (Frau Prof. Dr. Höpel und Herrn Mallas als Mathematiklehrer). Gedacht war an einen Begabungstest für räumlich-konstruktives Denken mit gleichzeitiger Thematisierung der Fibonacci-Zahlenfolge und ihren vielfältigen Bezügen zum „Goldenen Schnitt“, zur Architektur und Bildenden Kunst der Gegenwart, am ausgeprägtesten etwa in Le Corbusiers „Modulor“.

Das landesweite Echo war sehr positiv, insgesamt beteiligten sich 123 Schülerinnen und Schüler ab der 10.Klasse mit 69 Wettbewerbsarbeiten.

Das Preisgericht aus den Mitgliedern des Vorstands unter Beteiligung von Frau Prof. Dr. Höpel und Herrn Mallas tagte am 11.06.2012. Es beschloss einstimmig eine von der Auslobung abweichende Aufteilung der Gesamtpreissumme von 1800,00 € in drei Gruppen

Preisgruppe 1 (4 x 175,00 €)
Preisgruppe 2 (4 x 125,00 €)
Anerkennungen (6 x 100,00 €)

Alle Wettbewerbsarbeiten wurden im Seminarraum der AIK-SH ausgestellt. Zur Eröffnung am    14.06.2012 mit zahlreichen Teilnehmern und einigen der betreuenden Lehrkräfte erläuterte der Vorsitzende die Entscheidungen des Preisgerichts, anschließend erfolgte die Preisverleihung. Das Protokoll wurde allen Teilnehmern ausgehändigt. Eine der Schülerinnen aus der 1.Preisgruppe konnte auf ihren Wunsch zu einem Schülerpraktikum ins Büro von Architekt Manfred Nagel in Kiel vermittelt werden.

Der Wettbewerb wurde in einer Veröffentlichung im IQSH-Newsletter 14/2012 vom 2.10.12 ausführlich gewürdigt (Prof. Dr. Ingrid Hoepel „Ein Modellkasten für Leonardo Fibonacci  –  Architektur-Schülerwettbewerb 2012 brachte herausragende Ergebnisse“).

Nach Einschätzung des Vorstands war angesichts der begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Stiftung die Ausschreibung von Schülerwettbewerben besonders effektiv. Für Studierende gab es eine Vielzahl von Wettbewerbsangeboten der Bauindustrie und der Berufsverbände, die in der Regel besser honoriert waren als die Wettbewerbe der Axel-Bundsen-Stiftung.

Die Stiftungsaufsicht war hier jedoch völlig gegenteiliger Auffassung: zu der satzungsgemäßen Aufgabe der „Förderung des Berufsnachwuchses“ könnten nur Wettbewerbe für Studierende gerechnet werden. Andernfalls wäre eine Satzungsänderung erforderlich.

Insgesamt wurden seit dem Bestehen der Axel-Bundsen-Stiftung in den vergangenen 20 Jahren 6 Wettbewerbe für Studierende ausgeschrieben. Die Teilnehmerzahl lag in der Regel unter 20 Arbeiten.
Die 4 ausgeschriebenen Schülerwettbewerbe hatten vergleichsweise ein sehr viel größeres Echo. Die durchschnittliche Beteiligung lag bei 70 Arbeiten, unter Berücksichtigung der häufigen Arbeitsgemeinschaften erreichten wir bei jedem Schülerwettbewerb eine durchschnittliche Teilnahme von 110 Schülerinnen und Schülern. Die als Begabungstest gestellten Aufgaben entsprachen dabei aus Sicht des Vorstands durchaus der satzungsgemäßen Aufgabe der beruflichen Nachwuchsförderung. Eine detaillierte Definition möglicher Aufgaben erschien im Hinblick auf zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten und Schwerpunkte nicht sinnvoll.

Da auch der Vorstand der AIK-SH der Auffassung der Stiftungsaufsicht nicht widersprechen wollte, wird es nun zukünftig vor allem Wettbewerbe für Studierende der FH-Lübeck geben. Schülerwettbewerbe fallen zukünftig in den Tätigkeitsbereich „Architektur macht Schule“  –  das IQSH wurde entsprechend informiert.

Um eine Zusammenarbeit von Architekten und Bauingenieuren in der Hochschule anzuregen, wurde vom Vorstand als Wettbewerbsthema für 2013 eine „Zuschauertribüne am Wasser“ vorgeschlagen (Projektentwicklung unter Berücksichtigung konstruktiver und gestalterischer Überlegungen).

Für die vom Vorstand im Vorjahr diskutierte Wiederaufnahme von Reisestipendien aufgrund überdurchschnittlicher Studienleistungen gab es auch 2012 keine Vorschläge von der FH-Lübeck. Verwiesen wurde auf früher durchgeführte erfolgreiche Studienreisen etwa 1997 zu dem von Le Corbusier geplanten Kloster „La Tourette“ mit dem im DAB 2/98 veröffentlichten Reisebericht.

Der Vorsitzende beendet seine Tätigkeit zum 31.12.2012. Dieses Amt wird im kommenden Jahr satzungsgemäß der Präsident der AIK-SH, Architekt Dipl.-Ing. Uwe Schüler übernehmen.  Auf der Kammerversammlung am 20.11.2012 gab der Vorsitzende einen abschließenden Überblick über die vergangenen 20 Jahre seit Gründung der Axel-Bundsen-Stiftung mit wechselnden Schwerpunkten zur Nachwuchsförderung und dem gescheiterten Versuch zur Gründung einer Baukulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein. Mit einem besonderen Dank würdigte er die ehrenamtliche Mitarbeit aller Vorstandsmitglieder in den vergangenen Jahren.

 

Diethelm Hoffmann

 
Jahresbericht 2011

Zum 100.Jubiläum des Kieler Rathauses von Hermann Billing hat das Kunsthistorische Institut der CAU in Verbindung mit einer Ausstellung “architectura” eine Tagung mit dem Thema “Horizonte – Brücken – Ufer” vom 27.-28.11.2011 im Kieler Rathaus durchgeführt.

Bei der Vorbereitung dieser Tagung war die Axel-Bundsen-Stiftung für die Architekten- und Ingenieurkammer S-H in vielen Gesprächen, bei der Begleitung von Schülerexkursionen und schließlich mit der Vorbereitung und Durchführung eines Workshops (am 05.11.2011) eingebunden. Tagung und Workshop wurden von der Kunststiftung der HSH-Nordbank gefördert.

Alle Veranstaltungen mit einer breit angelegten Publikumswirksamkeit dienten auch der Nachwuchsförderung. Wegen der starken Konzentration auf Kiel ließ die Teilnahme von Studierenden (aus Lübeck) allerdings zu wünschen übrig. Der Verlust der Ausbildungsstandorte Kiel und Eckernförde wurde wieder einmal schmerzlich spürbar. Umso erfreulicher war die engagierte Teilnahme vieler Schülerinnen und Schüler.

Im Rahmen des Projekts “Stadt der jungen Forscher” hat der Vorsitzende gemeinsam mit Frau Dr. Becker vom Kunsthistorischen Institut der CAU sowie Lehrerinnen und Lehrern Schülergruppen in zwei Besichtigungen mit baulichen Besonderheiten des Rathauses (einschließlich Turmbesteigung) und den besonderen Qualitäten des teilweisen Wiederaufbaus nach 1945 durch Rudolf Schroeder vertraut gemacht.

Für die Studierenden der FH-Lübeck in der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieur-wesen wurde von der Axel-Bundsen-Stiftung in diesem Jahr ein Fotowettbewerb ausgeschrieben, auch unter dem Gesichtspunkt, dass  hierfür im Rahmen der sehr großen zeitlichen Beanspruchungen durch das Studium noch am ehesten Teilnahmechancen bestehen würden. Trotzdem sind bei 30 angemeldeten Teilnehmern zum Abgabetermin am 11.07.2011 leider nur 14 Arbeiten eingegangen, die in einer Preisgerichtssitzung im Anschluss an die Vorstandssitzung am 14.07.2011 beurteilt wurden.

Dem Preisgericht gehörte als professioneller Architekturfotograf Herr Joachim Thode an, der bereits früher an der FH-Kiel, Fachbereich Bauwesen Eckernförde, einen Lehrauftrag für Architekturfotografie hatte. Joachim Thode ist durch zahlreiche Ausstellungen (u.a. in der Kunsthalle zu Kiel), Bücher und andere Veröffentlichungen zum Thema Architektur, Gärten und Landschaft überregional bekannt.

Jeder Wettbewerbsteilnehmer sollte auf nur zwei Fotos im Format DIN A 4 “Ein besonderes Bauwerk – bei Tag – bei Nacht” charakterisieren  –  eine in ihrer gestalterischen Konsequenz nicht leichte Aufgabe.

Alle Arbeiten wurden im Protokoll der Preisgerichtssitzung schriftlich bewertet, Nach zwei Rundgängen verblieben von 14 Arbeiten schließlich nur 5 Arbeiten in der “engeren Wahl”.

Nach einstimmiger Auffassung des Preisgerichts erfüllte keine dieser Arbeiten die Erwartungen für einen 1.Preis.

Generell waren in allen Arbeiten gravierende Mängel zu erkennen, die deutlich machten, dass der Umgang mit den fotografischen Möglichkeiten, das genaue Hinsehen und die Wahl der Standpunkte trainiert werden müssten.

Das Preisgericht beschloss darum einstimmig, eine Neuverteilung der insgesamt ausgelobten Preissumme von 2.000,00 € vorzunehmen. Die Chance, aus Fehlern zu lernen, sollte nicht  durch die ursprünglich vorgesehene Vergabe von “Anerkennungen” verwässert werden. Der für 7 Anerkennungen ausgelobte Betrag von 700,00 € sollte stattdessen zur Durchführung eines Intensivkurses für alle Wettbewerbsteilnehmer verwendet werden.

Von den in der engeren Wahl verbliebenen 5 Arbeiten wurden vier mit Preisen ausgezeichnet:

2.Preis  –  400,00 € Arbeit Nr.6 “Lübecker Hauptbahnhof”
Jason Diedenhoven, Lübeck
FH-Lübeck, Architektur, Master A1
2.Preis  –  400,00 € Arbeit Nr.8 “Gemeindezentrum Ansgarkirche Kiel”
Katharina Walter, Kiel
FH-Lübeck, Architektur, Master A2
3.Preis  –  300,00 € Arbeit Nr.5 “Das Tor zu Lübeck”
Sarah Meinke, Lübeck
FH-Lübeck, Architektur Bachelor A2
4.Preis  –  200,00 € Arbeit Nr.3 “Silo 4 + 5, Rostocker Stadthafen”
Maxi Boden, Rostock
FH-Lübeck, Architektur, Bachelor A4
engere Wahl Arbeit Nr.13 “Zur Kogge”
Johannes Holm, Lübeck

Die Ergebnisse des Fotowettbewerbs wurden im Foyer des Audimax in Lübeck ausgestellt. Zur Ausstellungseröffnung und Preisverleihung am 19.07.2011 wurden die Bewertungen des Preisgerichts durch den Vorsitzenden erläutert.

Die Durchführung des mehrstündigen Fotointensivkurses am 26.07.2011 durch den Fotografen Joachim Thode mit systematischen Erläuterungen und praktischen Übungen in der Geschäftsstelle der AIK-SH, in der sich zahlreiche geeignete Fotomotive anboten, fand große Zustimmung bei den Teilnehmern. Diese nutzten anschließend noch die Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung “Utopia” in der Kunsthalle zu Kiel mit hochinteressanten Fotos aus der Entstehungszeit und der Gegenwart von Brasilia.

Die FH-Lübeck hat anschließend dem Fotografen Joachim Thode einen Lehrauftrag über Architekturfotografie angeboten, den dieser allerdings aus gesundheitlichen Gründen mit Bedauern abgelehnt hat.

Es wäre für die Architektenausbildung in Lübeck sicher hilfreich, wenn für einen entsprechenden Lehrauftrag ein jüngerer Fotograf aus dem Lübecker Raum gewonnen werden könnte.

Über eine Wiederaufnahme der Vergabe von Reisestipendien wurde im Vorstand intensiv diskutiert. Aufgrund überdurchschnittlicher Studienleistungen sollen mehrere Stipendiats-Kandidaten von der FH-Lübeck vorgeschlagen werden, die sich dann in einer Vorstandssitzung der Axel-Bundsen-Stiftung vorstellen sollten. Über die Vergabe von Stipendien entscheidet dann jeweils der Vorstand.

Kandidatenvorschläge lagen im Jahr 2011 allerdings nicht vor.

Auch wegen der geringen Beteiligung von Studierenden bei dem letzten Fotowettbewerb hat der Vorstand in seiner Sitzung am 10.10.2011 beschlossen, im Jahr 2012 wieder einen landesweiten Schülerwettbewerb auszuschreiben.

Thema dieses Wettbewerbs wird die Auseinandersetzung mit mathematisch-konstruktiven und ästhetischen Problemen sein, anknüpfend an die berühmte Fibonacci-Zahlenfolge.

Die Aufgabenstellung “Ein Modellkasten für Leonardo Fibonacci” fand auch die Zustimmung von Frau Dr. Höpel vom IQSH. In mehreren Vorgesprächen unter Beteiligung von Herrn Mallas als Mathematiklehrer wurde die Aufgabenstellung präzisiert und vom IQSH veröffentlicht. Über die Ergebnisse wird im kommenden Jahr zu berichten sein.

Schülerwettbewerbe dienen als Eignungstests für räumlich-konstruktive Begabungen im Vorfeld der Berufswahl und entsprechen damit dem Satzungsziel der Axel-Bundsen-Stiftung zur Nachwuchsförderung von Architekten und Ingenieuren.

Durch den Fortfall des Amtes des “Geschäftsführenden Vorstandsmitglieds” nach dem Ausscheiden von Dr. Klaus Alberts musste auch die Satzung der Axel-Bundsen-Stiftung geändert werden. Hierüber hat die Kammerversammlung am  22.11.2011 beschlossen.

Nachgewählt als Vorstandsmitglied wurde Architekt Dipl.- Ing. Klaus Petersen aus Lübeck.

Die Geschäftsführerin wird zukünftig beratend an den Vorstandsitzungen teilnehmen.

Diethelm Hoffmann

 
Jahresbericht 2010

Wegen des bestehenden Überangebots an Wettbewerben für Studierende hatte der Vorstand der Axel-Bundsen-Stiftung bereits 2009 entschieden, zunächst wiederum einen regional begrenzten Schülerwettbewerb auszuschreiben.

Ein schon früher im Vorstand diskutiertes Thema für die Region Kiel sollte sich vor allem mit städtebaulichen Räumen und Situationen in der Landeshauptstadt auseinandersetzen. Als “Aufhänger” diente dabei das Revolutionsdenkmal von Hans-Jürgen Breuste, das 1982 im Ratsdienergarten aufgestellt wurde, einem wenig attraktiven und von Kiel-Besuchern kaum wahrgenommenen Standort. Wo also gäbe es dafür geeignetere Aufstellungsmöglichkeiten?

Die Aufgabenstellung forderte dazu heraus, sich mit der Stadt, ihren Brennpunkten und Verkehrsbeziehungen auseinanderzusetzen, zu den gebauten Räumen kamen die Wasserflächen  –  und nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit einem historischen Ereignis von weltweiter Bedeutung: der von Kiel ausgehenden Revolution im November 1918.

Am 21.1.2010 fand im Kulturforum ein Kolloquium für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Mitgliedern des Preisgerichts statt. Es gab lebhafte und interessante Diskussionen. Dabei wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es bei der Prämierung nicht um   d e n   optimalen Standort gehen werde, sondern bei vielen möglichen Standorten eher um die generelle städtebauliche Einfügung und die Qualität und Überzeugungskraft der Darstellung. Eine wirkliche Umsetzung des Denkmals könnte ohnehin nur durch die Stadt Kiel unter Einbeziehung des Künstlers erfolgen.

Fristgerecht gingen 50 Schülerarbeiten ein, teilweise von Arbeitsgemeinschaften. Beteiligt waren insgesamt 67 Schülerinnen und Schüler ab dem 10.Jahrgang von fünf Schulen. Das Preisgericht aus den Mitgliedern des Vorstandes und Frau Dr. Höpel vom IQSH hat am 21.5.2010 für die 14 Arbeiten der engeren Wahl folgende Auszeichnungen vergeben:

1.Preisgruppe             5 Preise je 150,00 €                                                             750,00 €
2.Preisgruppe             7 Preise je 100,00 €                                                             700,00 €
Anerkennungen           2 Anerkennungen je 50,00 €                                                  100,00 €
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gesamt                                                                                                           1.550,00 €

Insgesamt wurden 35 unterschiedliche Standorte vorgeschlagen, in den beiden Preisgruppen erwiesen sich 5 Standorte als besonders interessant. Über die Ergebnisse des Wettbewerbs wurde bereits ausführlich in Heft 07/08-2010 des Deutschen Architektenblatts informiert.

Alle Wettbewerbsarbeiten wurden in der Eingangshalle der Geschäftsstelle der AIK-SH aus-gestellt. Die Preisverleihung erfolgte zur Ausstellungseröffnung am 26.05.2010, die “Kieler Nachrichten” haben darüber berichtet.

Oberbürgermeister Torsten Albig hat sich in der Ausstellung die einzelnen Wettbewerbs-vorschläge interessiert erläutern lassen. Darüber hinaus hat der Vorsitzende den Künstler Hans-Jürgen Breuste über das Wettbewerbsergebnis informiert. Herr Breuste war sehr interessiert und beeindruckt.

Vorstandssitzungen fanden am 22.03. und am 25.10.2010 in den Räumen der Geschäfts-stelle statt. Diskutiert wurden insbesondere weitere Möglichkeiten für Studierende mit Schwergewicht auf zukünftig (2011) einem Fotowettbewerb, der sowohl für angehende Architekten wie für Bauingenieure geeignet sein sollte. Bei allem Qualitätsanspruch sollte der zeitliche Aufwand begrenzt sein. Favorisiert wurde ein Wettbewerb mit eng begrenztem Rahmen: ein Doppelblatt DIN A4 zur Darstellung eines für den Bewerber besonders wichtigen baulichen Objekts “bei Tag – bei Nacht”. Zusammengeklappt lässt sich das unproblematisch verschicken. Die Preisverleihung (und Ausstellungseröffnung) sollte im Rahmen der allgemeinen Präsentation zum Semesterende in Lübeck erfolgen, dabei ist eine Urkunde möglicherweise wichtiger als der Geldpreis  –

In Arbeitsgemeinschaft mit der Aktion “Architektur macht Schule” hat der Vorsitzende für Kunsterzieher im Rahmen des IQSH am 10.05.2010 einen Vortrag zum Thema “Räume” gehalten. In der sehr lebhaften anschließenden Diskussion wurde auch über zukünftige Schülerarbeiten in Kirigami-Technik gesprochen, eine besondere Herausforderung für räumliche Begabungen.

Auf dem “Kammertag” an der FH Lübeck am 01.12.2010 hat der Vorsitzende die Axel-Bundsen-Stiftung und ihre Arbeit den Studierenden vorgestellt. Außer einer Charakterisierung des Namensgebers Axel Bundsen und seiner Gebäude in Schleswig-Holstein und Hamburg wurden mit einigen Beispielen Tätigkeitsschwerpunkte der Stiftung wie Stipendien, Symposien, Besichtigungen und Wettbewerbe für Schüler und Studierende vorgestellt. Ein wichtiger Aspekt galt dabei auch der Zusammenarbeit von Studierenden der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen. Der für 2011 geplante Fotowettbewerb “bei Tag – bei Nacht” soll darum auch für beide Fachrichtungen ausgeschrieben werden. Er wurde am “Kammertag” bereits angekündigt.

Seit Ende des Jahres gibt es inzwischen auch einen eigenen Briefkopf für die Axel-Bundsen-Stiftung  –  die Aufsichtsbehörde hatte bemängelt, dass der gesamte Schriftwechsel auf den Briefbögen der Architekten- und Ingenieurkammer erfolgte.

Diethelm Hoffmann

 
Jahresbericht 2009

Bereits im Jahresbericht 2008 konnte ich über die erfolgversprechenden Vorbereitungen für einen regional-begrenzten Schülerwettbewerb in Dithmarschen berichten. Nach dem großen Erfolg des landesweiten Schülerwettbewerbs “Raummodell im Packset” 2007

(ein 1.Preis ging an Ronja Wilkens in Marne) hat interessanterweise die “Dithmarscher Landeszeitung” angeregt, einen ähnlichen Schülerwettbewerb begrenzt auf den Kreis Dithmarschen zu organisieren.

Dabei sollten sich möglichst alle Gymnasien des Kreises beteiligen. Die Aufgabenstellung richtete sich an die Oberstufe mit einem Themenbezug zur “unendlichen Ebene”, der Marschlandschaft. Das gewählte Thema “Konzentration vor endlosem Horizont” sollte frei von allen Haus-Assoziationen zu einer baulichen Struktur führen, die “offen und beschützt” eine gestalterische Auseinandersetzung mit der endlosen Ebene suchte.

Gefordert waren ein Modell auf einer vorgegebenen Modellplatte und ergänzend eine Grundrisszeichnung, in der räumliche Formen durch eine Schattenkonstruktion unter 45° deutlich werden sollten.

Die “Dithmarscher Landeszeitung” hat dieses Projekt nicht nur publizistisch begleitet sondern zusätzlich Sonderpreise in Form von Buchgutscheinen beigesteuert.

Die große Beteiligung (113 eingereichte Wettbewerbsarbeiten) und die teilweise Bearbeitung in Arbeitsgemeinschaften zeigt, dass insgesamt 206 Schüler/innen aktiv beteiligt waren, ein positives Argument für die regionale Begrenzung.

Im Preisgericht war zum letzten Mal auch Frau Gudrun Zimmermann aktiv dabei  –  sie hat inzwischen einen anderen Aufgabenbereich. Ihre Nachfolgerin, Frau Dr. Höpel, ist seitdem als Gast in den Vorstandssitzungen und als Preisrichterin bei den Wettbewerben mit großem Engagement beteiligt.

Über das Wettbewerbsergebnis wurde bereits ausführlich im DAB berichtet. Unter den 5 Arbeiten der 1. Preisgruppe war wiederum auch Ronja Wilkens aus Marne. Nachdem sich ihre Begabung in den Wettbewerbsarbeiten deutlich gezeigt hatte, hat ihr die Axel-Bundsen-Stiftung dabei geholfen, in einem Kieler Architekturbüro ein einwöchiges Praktikum zu absolvieren, um die Rahmenbedingungen einer architekturbezogenen Berufsausbildung näher kennenzulernen. Ich möchte auch an dieser Stelle Herrn Architekt Prof. Manfred Nagel sehr herzlich für seine Bereitschaft danken, Ronja Wilkens ein solches Praktikum in seinem Büro zu ermöglichen.

Nach der Preisverleihung mit Ausstellung aller eingereichten Arbeiten am 24.02.2009 in Brunsbüttel (auch Landrat Dr. Jörn Klimant war gekommen und hat es sich nicht nehmen lassen, in seinem Redebeitrag auf die Besonderheiten des Wettbewerbs einzugehen), hat der Vorstand der Axel-Bundsen Stiftung in seiner nächsten Sitzung darüber beraten, ob nun nicht wieder ein landesweiter Studentenwettbewerb ausgelobt werden sollte.

Als neues Vorstandsmitglied hat Herr Prof. Laleik sich dieses Themas besonders angenommen. Durch die besondere zeitliche Einspannung der Studierenden im Rahmen des Bachelorstudiums und die Vielzahl der bundesweit von der Bauindustrie und vielen Institutionen angebotenen Wettbewerbe erwies sich das schwieriger als gedacht. Durch die Zusammenfassung aller Architekturstudiengänge des Landes S-H in Lübeck ist auch die früher so anregende Konkurrenz zwischen den Fachhochschulen entfallen.

Stattdessen im  Rahmen von Studienarbeiten “betreute Wettbewerbe” durchzuführen, wie sie vielleicht beim Thema des Fähranlegers für die Hallig Hooge vertretbar gewesen wären, wollte der Vorstand nur ungern fördern. Gerade die Förderung des selbständigen Engagements sollte ein wichtiger Teil von Wettbewerbsverfahren bleiben.

In dieser Situation wurde entschieden, einen Studentenwettbewerb wegen des gerade bestehenden Überangebots zu verschieben und stattdessen noch einmal einen regional begrenzten Schülerwettbewerb auszuschreiben.

Das schon früher im Vorstand diskutierte mögliche Thema für die Region Kiel sollte sich mit städtebaulichen Räumen und Situationen in der Stadt auseinandersetzen. Als “Aufhänger” dient dabei des Revolutionsdenkmal von Hans-Jürgen Breuste, das 1982 im Ratsdienergarten eher abgestellt als präsentiert wurde. Wo also gäbe es dafür besser geeignete Aufstellmöglichkeiten?

Eine solche Aufgabenstellung fordert dazu heraus, sich mit der Stadt, ihren Brennpunkten und Verkehrbeziehungen auseinanderzusetzen, zu den gebauten Räumen kommen die Wasserflächen  –  und nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit einem historischen Ereignis von weltweiter Bedeutung: der von Kiel ausgehenden Revolution im November 1918.

Die Aufgabenstellung wurde im Oktober 2009 im IQSH-Fächerportal bekannt gemacht, die Laufzeit reicht bis Mai 2010, Ergebnisse werden also erst danach vorliegen.

Bei dem Wettbewerbskolloquium am 21.01.2010  im Kieler Kulturforum waren etwa 35 Schüler/innen und Lehrer/innen zur Diskussion über die Aufgabenstellung und zur Beantwortung der Rückfragen gekommen. Am wichtigsten war in diesem Zusammenhang wohl die Klarstellung, dass es nicht um die tatsächliche Umsetzung oder eine Veränderung des Denkmals ging  –  es war gleichzeitig eine gute Gelegenheit, um auf die Urheberrechte von Hans-Jürgen Breuste hinzuweisen.

Das Preisgericht wird am 21.05.2010 zusammentreten  –  ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.

Auch in Zukunft sind von der Axel-Bundsen-Stiftung Wettbewerbe für Schüler und Studierende geplant. Darüber hinaus sollen herausragende Studienleistungen durch Preise oder Reise-Stipendien belohnt werden können.

Diethelm Hoffmann, Vorsitzender

 
Jahresbericht 2008

Der bereits 2007 von der Axel-Bundsen-Stiftung ausgeschriebene Studentenwettbewerb für ein „Empfangsgebäude am Fähranleger der Hallig Hooge“ wurde in einer Preisgerichtssitzung am 17.04.2008 in den Räumen der Architekten- und Ingenieurkammer entschieden. Mitglieder im Preisgericht waren der Initiator Dieter Nebendahl, der stellvertretende Bürgermeister Frerk Rolfs

und der Vorsitzende des Fremdenverkehrsausschusses der Hallig Hooge Matthias Piepgras, außerdem Herr Kreisbaudirektor Burkhard Jansen für den Kreis Nordfriesland. Für den Vorstand der Axel-Bundsen-Stiftung waren Herr Kai Trebes, Herr Dr. Klaus Alberts und der Vorsitzende dabei.

Das Preisgericht würdigte die Vielfalt und Originalität der eingereichten Arbeiten, die viele wertvolle Anregungen enthielten. Gleichwohl gab es bei allen Arbeiten in der Spitzengruppe auch Einschränkungen, weshalb kein 1. Preis vergeben wurde. Die von der Hallig Hooge zur Verfügung gestellte Gesamtpreissumme von 3.000,00 € wurde neu aufgeteilt:

ein 2. Preis 1.000,00 € Rieke Swiatek, FH Lübeck
ein 2. Preis 1.000,00 € Kaitje Johnsen, FH Lübeck
3. Preis 700,00 € Arne Böll, FH Lübeck
Anerkennung 300,00 € Michael Wolfram, FH Lübeck

Die Preisverleihung und die Eröffnung der Ausstellung aller Arbeiten fand am 21.04.08 in den Räumen der Architekten- und Ingenieurkammer statt.

Nach der Kommunalwahl (zum neuen Bürgermeister wurde Matthias Piepgras gewählt) und nach dem Ende der Sommersaison fand auf Einladung der Hallig Hooge am 22.09.08 eine öffentliche Präsentation der Wettbewerbsergebnisse für die Halligbevölkerung statt. Von den Mitgliedern des Preisgerichts waren Herr Bürgermeister Piepgras, Herr Rolfs, Herr Dr. Alberts, Herr Trebes und der Vorsitzende dabei. Die Halligbevölkerung war zu etwa 30% vertreten! Fast alle am Wettbewerb beteiligten Studenten waren der Einladung der Hallig Hooge gefolgt, die auch die Kosten für die Überfahrt, die Bewirtung und Übernachtung übernahm.

Die Preisträger hatten Gelegenheit, ihre Arbeiten selbst vorzustellen, danach wurde die Beurteilung durch das Preisgericht ausführlich erläutert. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Mehrheit der anwesenden Halligbewohner die Beurteilungen des Preisgerichts gut nachvollziehen konnten.

Die Axel-Bundsen-Stiftung wird die weitere Entwicklung dieses Projekts auch in Zukunft beratend begleiten.

Nach dem großen Erfolg des landesweiten Schülerwettbewerbs „Raummodell im Packset“ 2007 (ein 1. Preis ging an Ronja Wilkens in Marne) hat die „Dithmarscher Landeszeitung“ angeregt, einen ähnlichen Schülerwettbewerb für den Kreis Dithmarschen zu organisieren.

In der Vorstandssitzung am 06.05.08 hat die Axel-Bundsen-Stiftung diese Anregung aufgenommen und befürwortet. Dabei sollten möglichst alle Gymnasien des Kreises im Wettbewerb zueinander daran teilnehmen. Die Aufgabenstellung sollte sich an die Oberstufe richten und die „unendliche Ebene“ der Marschlandschaft zum Thema machen. Besonders positiv gesehen wurde darüber hinaus, dass die „Dithmarscher Landeszeitung“ das Projekt unterstützen und publizistisch begleiten würde.

Das für den Schülerwettbewerb gewählte Thema lautete „Konzentration vor endlosem Horizont“. Frei von allen Haus-Assoziationen sollte eine bauliche Struktur entwickelt werden, die „offen und beschützt“ eine Auseinandersetzung mit der endlosen Ebene sucht. Gleichzeitig sollte auf Architekturbeispiele (Mies van der Rohe, Barcelona-Pavillon 1928) hingewiesen werden. Vorgesehen für die Bearbeitung wurde die zweite Jahreshälfte 2008 mit einer Preisgerichtssitzung Anfang 2009. Die Vorbereitung und Begleitung dieses Wettbewerbs, wieder mit der aktiven Unterstützung von Frau Gudrun Zimmermann vom IQSH, hat die Arbeit der Axel-Bundsen-Stiftung in diesem Jahr ganz wesentlich bestimmt. Frau Zimmermann hat deshalb auch als Gast an den Vorstandssitzungen teilgenommen.

In der letzten Kammerversammlung fand eine Nachwahl für Frau Architektin Birte Burau statt, die sich durch ihre Berufstätigkeit in Norwegen nicht mehr an der Vorstandsarbeit beteiligen konnte. Gewählt wurde Herr Prof. Dipl.-Ing. Achim Laleik von der FH Lübeck – die Axel-Bundsen-Stiftung erhofft sich von seiner Mitarbeit im Vorstand eine Intensivierung der Kooperation mit der Fachhochschule.

Nach dem Schülerwettbewerb „Konzentration vor endlosem Horizont“ soll 2009 wieder ein Studentenwettbewerb vorbereitet werden. Mögliche Themen wurden bereits in der letzten Vorstandssitzung des Jahres am 16.12.08 ausführlich diskutiert. Aus der Diskussion dieser Themen entwickelte sich die „Leitlinie“, sich insbesondere den täglich vernachlässigten „Unorten“ zu widmen  –  bis hin zu der Idee, den „Unort des Jahres 2009 in Schleswig-Holstein“ zum Thema zu machen.

Architekt Diethelm Hoffmann, Vorsitzende