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Qualifikation von Koordinatoren (SiGeKo) nach BaustellV
 
Qualifikation von Koordinatoren (SiGeKo) nach BaustellV
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Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein informiert:

in letzter Zeit sind bei uns vermehrt Anfragen eingegangen, welche baufachliche Ausbildung für die Koordinierung von Bauvorhaben der Stufe 2 gemäß RAB 30 erforderlich ist. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Antwort auch für Sie von Interesse sein könnte:

Die RAB 30 unterscheidet deutlich zwischen den Berufsabschlüssen geprüfter Polier, Meister oder Techniker und den Hochschulabschlüssen Architekt oder Ingenieur.

Für die handwerklichen Abschlüsse ist ausdrücklich geregelt, dass es sich um baufachliche Ausbildungen handeln muss, mindestens mit den Abschlüssen „Geprüfter Polier“, Meister oder Techniker. Mit diesen Abschlüssen dürfen Bauvorhaben der Stufe 1koordi-niert werden.

Für alle anderen Planungs- und Baumaßnahmen ist vorgegeben, dass es sich „in der Regel“ um Architekten oder Ingenieur handeln muss, also um Hochschulabsolventen.

Im Rahmen des Studiums werden akademische und wissenschaftliche Inhalte vermittelt und der Absolvent dadurch in die Lage versetzt, komplexe theoretische Zusammenhänge zu verstehen und zu bewerten. Im Gegensatz dazu beinhaltet die handwerkliche Ausbildung vor allem praktische Kenntnisse für den erlernten Beruf, wobei natürlich auch theoretische Kenntnisse vermittelt werden.

Zwischen Studium und Ausbildungsberuf bestehen daher erhebliche Unterschiede in Bezug auf die vermittelten Kenntnisse und die erworbenen Fähigkeiten.

Durch die Verwendung des Begriffs „in der Regel“, welcher üblicherweise synonym zu „grundsätzlich“ verwendet werden kann, wird klargestellt, dass alle üblichen Fälle diese Voraussetzung benötigen.
Demnach ist die Koordinierung von Bauvorhaben der Stufe 2 grundsätzlich Architekten oder Ingenieuren vorbehalten.

Nur in besonderen, seltenen Ausnahmefällen ist denkbar, dass auch eine Person ohne Hochschulabschluss ein geeigneter SiGeKo für andere Planungs- und Baumaßnahmen als solche der Stufe 1 sein kann, sofern diese Person über außergewöhnliche Sachkunde verfügt, die auch aus dem jeweiligen Lebenslauf hervorgeht.

Ob solche Voraussetzungen vorliegen, entscheidet letztlich die zuständige Behörde im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens. Bei der Beurteilung dieses Sachverhalts wird sie insbesondere die Erkenntnisse zu Grunde legen, welche sie bei Kontrollen von Bauvorhaben gewonnen hat, die die in Rede stehende Person koordiniert hat.

Stellt die Behörde bei ihren Kontrollen fest, dass die vom Koordinator wahrzunehmenden Aufgaben nach § 3 Abs. 2 und 3 BaustellV nur unzureichend erfüllt worden sind, so macht das deutlich, dass der eingesetzte Koordinator gerade nicht über eine außergewöhnliche Sachkunde verfügt.

In diesen Fällen erfüllt die Person auch nicht die nötigen Voraussetzungen, um ausnahmsweise ohne Hochschulabschluss Bauvorhaben der Stufe 2 zu koordinieren.

Teilweise wird argumentiert, dass die RABen nicht mehr gelten würden, weil sie „überholt“ seien. Dem ist natürlich schon rein rechtlich nicht so, denn die RAB wurden nicht zu-rückgezogen. Auch die These, die RAB sei nur eine untergeordnete Regel und sei als nicht bindend zu betrachten, ist sachlich nicht richtig. Mit dem §2(1) der Baustellenverordnung wird auf den §4 des Arbeitsschutzgesetzes verwiesen, in dem unter Punkt drei ausgeführt wird, dass der Stand der Technik und zuzüglich gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen sind. In der Einleitung der RAB 30 wird deutlich her-ausgestellt, dass es sich um den Stand der Technik handelt. Soll nun hiervon abgewichen werden, müssen die Bauherren (Baulastträger) und/oder bestellte Koordinatoren nachweisen, wie sie anderweitig den Stand der Technik erreichen wollen.

Bei der Festlegung der erforderlichen Qualifikationen eines Koordinators muss dieser Zeit-raum allerdings insofern mitbetrachtet werden, als sich die eingesetzten Bauverfahren in den letzten fast 20 Jahren technologisch erheblich fortentwickelt haben. Um bei solchen Verfahren beurteilen zu können, welche Maßnahmen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz gegenüber den auf der Baustelle tätigen Unternehmen erforderlich werden, wie diese Maßnahmen koordiniert werden müssen und welche Wechselwirkungen zu er-warten sind, bedarf es heute noch wesentlich mehr als vor 20 Jahren der Kenntnisse von Ingenieuren oder Architekten.

Berufsabschlüsse als geprüfte Poliere, Meister oder Techniker können daher heute weniger denn je dafür ausreichen, Bauvorhaben der Stufe 2 der RAB 30 zu koordinieren.

01.02.2021

 

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein ergänzt zur obigen Information:

Die RAB 30 konkretisiert die Baustellenverordnung im Hinblick auf die Anforderungen, die an geeignete Koordinatoren (SiGeKo) zu stellen sind.

Dennoch musste die Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord (StAUK) in letzter Zeit bei Bauvorhaben der Stufe 2 wiederholt feststellen, dass die auf den Baustellen eingesetzten SiGeKo nicht über die nach RAB 30 vorgegebene oder über eine gleichwertige Qualifikationen verfügen.

Stellt die Behörde bei ihren Kontrollen fest, dass die vom Koordinator wahrzunehmenden Aufgaben nach § 3 Abs. 2 und 3 BaustellV nur unzureichend erfüllt worden sind, löst das berechtigte Zweifel an der Eignung des beauftragten SiGeKo aus. In solchen Fällen überprüft die Behörde in einem ersten Schritt, ob der SiGeKo über die erforderliche Qualifikation verfügt. Ist das nicht der Fall, leitet sie entsprechende verwaltungsrechtliche Schritte ein. Nach unserer Feststellung stößt das bei Bauherrn häufig auf Unverständnis.

Bei Überprüfung der Baustellen hat die StAUK festgestellt, dass der eingesetzte SiGeKo nicht die nach RAB erforderlichen Qualifikationen besitzt. Den Bauherrn trifft hier ein Auswahlverschulden, denn er ist verpflichtet, einen geeigneten SiGeKo zu bestellen.

Sind an dem von ihm beauftragten Bauvorhaben sicherheitswidrige Verhältnisse erkennbar, muss der Bauherr einschreiten. Er kann sich dann nicht mehr darauf berufen, dass er seine Pflichten auf einen Dritten übertragen hat. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Bauherr das sicherheitswidrige Verhalten tatsächlich erkannt hat. Es reicht aus, wenn er es erkennen müsste.

Das hat das OLG Stuttgart in einem Urteil bestätigt, in dem es dem Bauherrn eine strafrechtliche Mitverantwortung am Tod eines Bauarbeiters gab.

Der Bauherr werde selbst verantwortlich für Schäden der am Bau Beschäftigten, wenn der beauftragte erkennbar die Sicherheitserfordernisse nicht einhalte, die auch einem Laien einsichtig sind.

Das trifft in den oben dargestellten Situationen zu. In anderen Fällen wird zu berücksichtigen sein, welche Kenntnisse der Bauherr im Arbeitsschutz hat. An einen Funktionsträger im Bereich des Arbeitsschutzes werden sicherlich deutlich strengere Maßstäbe anzulegen sein als an sicherheitstechnische Laien.

Sehr geehrte Bauherrin, sehr geehrter Bauherr, wie Sie sehen, liegt es in Ihrem ureigenen Interesse, für Ihr Bauvorhaben fachlich ausreichend qualifizierte Sicherheits- und Gesundheitsschutz-koordinatoren zu bestellen. Damit verhindern Sie nicht nur Unfälle und sorgen für einen reibungs-losen Ablauf. Sie vermeiden auch mögliche haftungs- und strafrechtliche Konsequenzen für sich selbst.

 

26.08.2021

 

 

 

 

Bezahlbares und zukunftsfähiges Bauen und Wohnen: Modellvorhaben gesucht!

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung suchen!

 
Bezahlbares und zukunftsfähiges Bauen und Wohnen: Modellvorhaben gesucht!

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung suchen!

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Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) suchen für ein Forschungsprojekt zur Vereinbarkeit von bezahlbarem und zukunftsfähigem Bauen und Wohnen bis zu 60 Modellvorhaben. Das Spektrum reicht von Wohngebäuden und Wohnanlagen über Gebäudeensembles bis zu kleinen Quartiers- oder Siedlungseinheiten. Bauherren und Bestandshalter können sich mit ihren innovativen Projekten bis zum 15. März 2021 bewerben. Alle Informationen stehen unter www.bbsr.bund.de/bzbw bereit.

BMI und BBSR suchen Modellvorhaben, die ökologische, ökonomische und soziale Ziele eines nachhaltigen Wohnungsbaus beispielhaft vereinen. Aus den Projektergebnissen wollen sie übertragbare Erkenntnisse und Best-Practice-Ansätze gewinnen. Die Modellvorhaben sollten mindestens folgende Kriterien erfüllen:

  • In Summe sollen mindestens 50 Prozent der Wohnungen ein niedriges und mittleres Preisniveau aufweisen – nach Einschätzung des Projektträgers entsprechend der örtlichen Situation.
  • Die Projekte sollen nach gesetzlichen Anforderungen ab 2009 oder später genehmigt worden sein.
  • Sie sollen einen besseren Energieeffizienz-Standard als gesetzlich vorgeschrieben haben, wobei der Fokus auf besonders innovativen Standards liegen soll (z.B. Plus-Energie-Haus, Nullenergiehaus, energieautarkes Haus, ressourcenschonende Lösungen).
  • Die Wohnungen sollen fertiggestellt und mindestens ein Jahr bewohnt sein.

Für ihre Mitwirkung am Projekt erhalten die Träger der Modellvorhaben eine pauschale Aufwandsentschädigung und Zugang zum fachlichen Austausch zwischen den Modellvorhaben sowie Fachexpertinnen und -experten.

Kontakt
Christian Schlag
Stab Direktor und Professor
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Deichmanns Aue 31–37
53179 Bonn
Telefon: +49 228 99 401-1484
christian.schlag@bbr.bund.de


22.12.2020

 

BIM für öffentliche Auftraggeber

Handbuch für die Einführung von Building Information Modelling (BIM) durch den europäischen öffentlichen Sektor

 
BIM für öffentliche Auftraggeber

Handbuch für die Einführung von Building Information Modelling (BIM) durch den europäischen öffentlichen Sektor

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Strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Leistung des Bauwesens:
Wert schöpfen, Innovationen vorantreiben und Wachstum steigern

Das Handbuch für die Einführung von Building Information Modeling (BIM) durch den europäischen öffentlichen Sektor ist nun auch in deutscher Sprache verfügbar.

Sie können es hier im pdf-Format herunterladen.

 

Vorwort des Herausgebers

Cover_BIM Handbuch fuer oeffentliche Auftraggeber„Liebe Leserinnen und Leser,

das europäische Baugewerbe steht im Mittelpunkt verschiedener großer, aber auch vielversprechender wirtschaftlicher, umweltpolitischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Auf den Sektor entfallen 9 % des BIP der EU und 18 Millionen Beschäftigte. Das Bauwesen ist ein wirtschaftlicher Wachstumsmotor und beherbergt drei Millionen Unternehmen, die meisten davon KMU.

Klimawandel, Ressourceneffizienz, höhere Ansprüche an die Sozialfürsorge, Verstädterung und Zuwanderung, eine alternde Infrastruktur, die erforderliche Stimulierung des Wirtschaftswachstums sowie knappe Kassen – dies sind die Herausforderungen, mit denen Regierungen, Eigentümer öffentlicher Infrastrukturen sowie die Gesellschaft insgesamt konfrontiert sind. Ein innovativer, wettbewerbsfähiger und wachsender Bausektor spielt bei der Bewältigung dieser Herausforderungen eine zentrale Rolle.

Wie andere Sektoren durchläuft auch das Bauwesen, das zuvor von nur mäßigen Produktivitätsverbesserungen profitierte, seine eigene „digitale Revolution“. Die Methode Building Information Modelling (im Folgenden „BIM“) wird von verschiedenen Teilen der Wertschöpfungskette rasch als strategisches Instrument zur Erzielung von Kosteneinsparungen, Produktivitäts- und Betriebseffizienzsteigerungen, einer höheren Infrastrukturqualität sowie einer besseren Umweltleistung angenommen.

Die Zukunft ist heute und es ist an der Zeit, ein gemeinsames europäisches Konzept für diesen Sektor zu entwickeln. Sowohl das öffentliche Auftragswesen – auf das ein Großteil der Bauausgaben entfällt – als auch politische Entscheidungsträger können eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, zu einer verstärkten Nutzung von BIM anzuregen, um Innovationen und nachhaltiges Wachstum zu fördern, während zugleich unsere KMU aktiv einbezogen werden und ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis für den europäischen Steuerzahler erzielt wird.

Die europäische Arbeitsgruppe „EU BIM Task Group“, unterstützt von der Europäischen Kommission, wurde für ihre wegweisende Arbeit an einem gemeinsamen Rahmen für die breite Einführung und Bereitstellung einer gemeinsamen Definition von BIM für den öffentlichen Sektor in Europa jüngst mit dem ersten „European BIM Summit Award“ ausgezeichnet.
An dieser Stelle möchte ich der Gruppe für ihre herausragende Arbeit als Wegbereiter für die Digitalisierung des Bausektors durch ihr gemeinsames europäisches Vorgehen und ihr Handeln als zentrale Behörde und Informationsquelle für öffentliche Akteure in Europa meinen Dank aussprechen.

Ich bin der Überzeugung, dass dieses Handbuch und seine breite Verwendung zu einem offenen, wettbewerbsfähigen und weltweit führenden digitalen Binnenmarkt für das Baugewerbe beitragen wird, und rufe zu einer möglichst breiten Annahme und Nutzung auf. Ferner rege ich zu verstärkten Gesprächen im öffentlichen und privaten Sektor mit dem Ziel weiterer kollektiver Maßnahmen an.

Die EU-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska
Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU“

Zehn Argumente für das Bauen mit einem freien Architekten

Das Institut für Wissen in der Wirtschaft GmbH & Co. KG Würzburg informiert

 
Zehn Argumente für das Bauen mit einem freien Architekten

Das Institut für Wissen in der Wirtschaft GmbH & Co. KG Würzburg informiert

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von Rolf Weber, freier Architekt, Gosheim

Private Bauherren machen mit Architekten weit bessere Erfahrungen als mit Bauträgern. Das ist das Ergebnis einer – von der Bundesarchitektenkammer unterstützten – Umfrage des Berliner Instituts Spreefeld unter mehr als 1.000 Bauherren, die veröffentlicht worden ist (www.spreefeld.de). Der Gosheimer Architekt Rolf Weber hat eine „Zehn-Argumente-Checkliste“ erstellt, warum Bauherren, die mit einem Architekten bauen, meist besser fahren. Diese stellen wir Ihnen nachfolgend vor. Die Checkliste steht auch im Online-Service (www.iww.de) unter der Rubrik „Checklisten“ als pdf- und rtf-Datei zur Verfügung. Sie dürfen sie also ausdrucken und für Ihre Belange verwenden.

1. Bauen mit einem Bauträger ist nicht kostengünstiger

Bauen mit einem Bauträger ist – entgegen vollmundiger Werbeaussagen – nicht kostengünstiger. Das beweist unter anderem eine Broschüre der „Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg“ zum Bau des Finanzamts in Ludwigsburg.

Bau des Finanzamts Ludwigsburg als Nachweis

Im Rahmen eines bundesweiten Pilotversuchs wurden im Jahr 1998 unterschiedliche Modelle zum Bau des Finanzamts Ludwigsburg untersucht. Die einzelnen Modelle waren die eines Generalunternehmers, Leistungsverzeichnisse nach Fachlosen, Finanzierungsangebote und Investorenlösungen.

Ergebnis: Die Vergabe nach Fachlosen, sprich Einzelgewerken, war für das Land am kostengünstigsten. An zweiter Stelle mit Mehrkosten von 5,18 % kam ein GU mit Leistungsprogramm (siehe auch Punkt 5), gefolgt von einem Investorenmodell mit 9,24 % Mehrkosten und einem GU mit Fachlosen mit 15,74 % Mehrkosten.

Das Land entschied sich für die konventionelle Vergabe nach Einzelgewerken, mit deutlichen Kostenvorteilen gegenüber der Generalunternehmer-Beauftragung.

2. Planer liefert die Handwerkerleistung kostengünstiger

Bauherren, die mit Architekten als Treuhänder arbeiten, erhalten die Handwerkerpreise günstiger als vom GU. Der Grund: Der ausführende Handwerker hat seinen kalkulierten Preis für eine bestimmte exakt definierte Arbeit. Diese kann er einem GU oder genauso Ihnen bzw. Ihrem Architekten anbieten.

Der GU muss allerdings auf das Angebot des Handwerkers noch folgende Zuschläge aufrechnen:

  • Seinen Aufwand für die Einholung und Prüfung der Angebote.
  • Seinen Aufwand für die Überwachung des Handwerkers am Bau und für die Abrechnung mit seinen Subunternehmern.
  • Sein Risiko für den Haftungsausfall der ausführenden Firma (zum Beispiel durch Insolvenz innerhalb der Gewährleistungsfrist von fünf Jahren).
  • Einen Zuschlag für seinen Gewinn.

Es ergibt sich also die gleiche Situation wie bei der Einschaltung eines Zwischenhändlers. Das zu kaufende Produkt wird – immer vorausgesetzt es ist gleichwertig – deutlich teurer als bei der direkten Abnahme vom Hersteller.

3. Wo haben Sie Einfluss auf Wahl der Bauausführenden?

Als Architekten schreiben wir für die Ausführung diejenigen Firmen an, die Sie als Bauherr vorschlagen bzw. die wir gemeinsam für geeignet halten. Der unbezahlbare Erfahrungsschatz der Architekten hilft bei der Auswahl guter Handwerker. So werden von vornherein Baumängel und Nachbesserungen vermieden. Und Sie riskieren auch keine unerwartete Kostensteigerung durch eine Verzögerung bei der Fertigstellung.

Bei einem GU haben Sie in aller Regel keine Einflussmöglichkeit auf die Auswahl von Firmen, ohne Mehrkosten in Kauf zu nehmen. Es kann Ihnen bei kritischen Gewerken – wie zum Beispiel den Elektroarbeiten – also durchaus passieren, dass diese eine Firma aus weit entfernten Bundesländern oder sogar aus Billiglohnländern ausführt. Die Folge davon sind oft Schwierigkeiten mit Nachinstallationen, Ersatzteilbeschaffungen und sonstigen Arbeiten. Denken Sie auch an Ihren „Hauselektriker“, der in Ihrem Betrieb oder bei Ihnen zuhause eine Viertelstunde nach Ihrem Anruf vor der Tür steht. Er hat sicher wenig Verständnis dafür, wenn die Installation im Zuge einer Baumaßnahme von einer unbekannten Firma ausgeführt wurde und er danach wieder die tägliche Kleinarbeit leisten soll.

4. Spart Bauträgermodell dem Bauherrn wirklich Arbeit?

Wenn Sie Ihr Gebäude „schlüsselfertig“ beziehen möchten, sparen Sie Aufwand oder Arbeit – vordergründig. Nämlich dann, wenn

  • Sie nicht hinterfragen, ob der Preis für die erbrachte Leistung gerechtfertigt war,
  • es Ihnen gleichgültig ist, ob Sie für das gleiche Geld nicht vielleicht hätten Besseres bekommen können,
  • Sie nicht wissen möchten, ob die Bauprodukte Ihre Ansprüche an Wertigkeit erfüllen,
  • Sie all diese Entscheidungen – und noch viel wichtiger die Überwachung der getroffenen Entscheidungen – vertrauensvoll einer Person oder Firma überantworten, die alles andere als unabhängig ist.

Ein freier Architekt bietet Ihnen dagegen an, als Ihr Sachwalter so viel Arbeit und Verantwortung zu übernehmen, wie Sie dies individuell wünschen und mit ihm vereinbaren.

5. Bürgt ein Bauträger für Leistung und Qualität?

Das Leistungsprogramm und die Qualifikation des Bauträgers sind Grundlage für das Gelingen eines Bauprojekts. Hier müssen Sie ganz genau hinschauen. Leistungsbeschreibungen wie zum Beispiel

  • „im Bad weiße hochwertige Fliesen“
  • „Innentüren Furnier beschichtet“
  • „Kunststofffenster weiß, Glas u=1,1“

sind keine Leistungsbeschreibungen, sondern allenfalls funktionale Beschreibungen oder Beschreibungen eines Zustands, nicht aber einer Qualität.

Da ein Bauträger als Unternehmer eine Gewinnmaximierung anstreben wird, ist er versucht, Produkte einzubauen, die dieser Beschreibung zwar gerecht werden, für ihn aber möglichst kostengünstig zu beschaffen sind und die Gewährleistungszeit von fünf Jahren gerade so überstehen.

Beispiel „Fliesen“

Die obige Beschreibung „Fliesen“ enthält zum Beispiel keine Angaben über die Fliesenart wie Steinzeug, Steingut, Feinsteinzeug. Außerdem fehlen Angaben, welche Anforderungen diese Fliesen erfüllen sollen.

Unser Tipp: Eine sinnvolle und damit auch für Vergleichsangebote verwertbare Angabe für die Fliesen wäre zum Beispiel

  • „Fliese Fabrikat Miliosa, 1. Wahl, Abmessung 30/60cm, Beanspruchungsgruppe III, Farbe multicolor, rutschhemmend R10, Verlegung im Dünnbett mittels kunststoffvergütetem Mörtel, Verfugung hellgrau.“

Beispiel Türen

Bei den Türen stellt sich zum Beispiel die Frage nach der Klimaklasse, der Qualität des Türblatts (Waben, Röhrenspanstreifen, Röhrenspanplatte oder Vollspanplatte), nach Hersteller, Material und Qualität der Drücker und der Bänder.

Sie sehen also, dass auf einer bauträgertypischen „Leistungsbeschreibung“ kein Vergleichsangebot eines anderen Bieters möglich ist. Es gewinnt hier derjenige den Wettbewerb, der die billigste Fliese und die billigste Türe verbaut, unabhängig davon, ob diese Pauschalangebote Ihren wirklichen Vorstellungen entsprechen.

Ein weiteres Problem ist die Qualifikation des Bauträgers und insbesondere dessen Subunternehmer: „Die Schäden sind absehbar, der Pfusch am Bau ist programmiert“, fasst zum Beispiel Rüdiger Mattis, Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB) seine aktuellen Beobachtungen auf Baustellen zusammen. „Immer mehr Bauträger arbeiten mit unqualifizierten Subunternehmern. Um die Kosten zu drücken, suchen sie sich die billigste Firma aus. Wer sich seinen Traum vom Bauträger und Schlüsselfertiganbieter erfüllen lassen möchte, der sollte seinen Vertrag unbedingt bereits vor der Unterzeichnung von einem unabhängigen Bausachverständigen prüfen lassen“, rät der unabhängige Bauexperte.

6. Auch bei einem Bauträger fallen Planungskosten an

Bauträger werben im Verkaufsgespräch oft damit, dass bei ihnen keine oder geringere Planungs- und damit Architektenkosten anfallen als beim Bauen mit einem Architekten. Diese Aussagen sind nichts als Legenden. Wahr sind zwei Dinge:

Legende 1: GU hat Planungsaufwand von Null

Unabhängig davon, ob Sie uns als freie Architekten oder einen Bauträger einschalten, entsteht immer ein Planungsaufwand. Die Grundleistungen des § 15 HOAI muss jeder erbringen.

Wenn Sie mit einem Architekten bauen, werden Ihnen diese Kosten der Planung transparent und nachvollziehbar aufgelistet. Im Falle des Bauträgers hingegen werden diese oftmals in einem Gesamtpaket angeboten bzw. den Baukosten zugeschlagen. Wer sagt, es entstehen bei ihm hierfür keine Kosten, der plant und überwacht nicht, oder er rechnet diese Kosten verständlicherweise an anderer Stelle ein.

Legende 2: Architektenkosten sind höher als GU-Planung

Ein anderer – gerne genannter – Punkt ist, dass Architektenkosten teurer sind als die Kosten der eigenen Planer des GU. Es stellt sich hier die Frage, welche Qualifikation der Planer besitzt, wenn er so viel günstiger als der Architekt sein soll. Handelt es sich in diesem Fall um Architekten oder eventuell um angelernte Hilfskräfte, denen Sie Ihr Bauvorhaben anvertrauen?

Fazit: Wie in jeder anderen Branche auch, werden für bestimmte Aufgaben hoch qualifizierte erfahrene Mitarbeiter benötigt. Außerdem erlaubt der Gesetzgeber keinen Preiswettbewerb, sobald Architektenleistungen zu erbringen sind. Dieser Grundsatz gilt unabhängig davon, ob die Planungsleistungen von einem freien Architekten oder von einem GU erbracht werden (siehe auch Punkt 10).

7. Wer überwacht die Arbeiten vor Ort besser und günstiger?

Bauen Sie mit uns als freien Architekten, erfüllen wir die Aufgabe der Bauüberwachung im Rahmen der Leistungsphase 8. Auf die Überwachung der Bauleistung entfallen 31 Prozent unseres Gesamthonorars. Ein Drittel unserer Arbeit besteht also allein aus der Überwachung der Bautätigkeiten.

Im Falle des GU entstehen diese Kosten vordergründig nicht. Intern fallen sie jedoch auch für den GU an, da auch er die Arbeit seiner Fremdfirmen überprüfen muss. Die Frage, die sich jedoch nun für Sie als Auftraggeber stellt, lautet: Wer überwacht den GU, dass er die Leistung der Bauüberwachung tatsächlich im erforderlichen Umfang erbringt?

Diese Arbeiten erfüllen freie Architekten in der Lph 8

Architekten koordinieren die einzelnen Gewerke und überprüfen, ob diese entsprechend dem Stand der Technik, mit der geforderten Qualität und nach der vereinbarten Planung und Beschreibung bauen. Wir erarbeiten einen Zeitplan und überwachen seine Einhaltung. Wir fordern die Firmen auf, etwaige Mängel zu beseitigen, unterstützen Sie bei der vertragsgemäßen Abnahme der Leistungen, erstellen mit den Baufirmen Aufmaße vor Ort und prüfen die Rechnungen auf ihre fachliche und rechnerische Richtigkeit.

Während der Hauptbauphase muss der Bauleiter nach Bedarf täglich, oft sogar mehrmals täglich vor Ort auf der Baustelle sein.

Kürzere Bauzeit als „Besondere Leistung“ des GU?

Gerne wird als besonderer Vorteil des „Alles in einer Hand“ die angeblich kürzere Bauzeit herausgestellt. Dazu muss man aber wissen, dass die Bestimmung und Einhaltung der Bauzeit eben nicht von der Unternehmereinsatzform sondern von der Planung, der Bauweise, der Personal- und Gerätekapazität sowie deren professioneller Koordination abhängt.

Fazit: Erfahrene Architekten mit Fachkompetenz und Leistungsvermögen werden hierbei jedem seriösen Vergleich mit Schlüsselfertiganbietern standhalten.

8. Ist der Bauträger so wie der Architekt ein „Sachwalter“?

Der freie Architekt war und ist dazu verpflichtet, „Sachwalter“ des Bauherrn zu sein. Er übt seinen Beruf nach den Grundsätzen der freien Berufe aus und muss seine Unabhängigkeit in der Berufsausübung wahren. Im Rahmen seiner Sachwalterstellung muss der freie Architekt Sie als Bauherrn

  • unabhängig bei der Entwicklung des Gebäudes beraten,
  • Ihnen die für den Bau wirtschaftlich und fachlich geeignetsten Baufirmen empfehlen,
  • auf die geeignetsten (und neuen) Bauprodukte hinweisen,
  • eine tadellose Bauausführung überwachen und sicherstellen,
  • die Interessen von Ihnen als Bauherr gegenüber den Handwerkern vertreten.

All dies kann der Architekt nur gewährleisten, wenn er Sachwalter, also frei und unabhängig, ist. Einen GU wird man nicht ernsthaft als „Sachwalter“ oder „Treuhänder“ des Auftraggebers bezeichnen dürfen. Er ist vielmehr ein Vertragspartner, der nach Gewinn strebt. Schwarz auf weiß steht das in einem Urteil des Landesberufsgerichts Baden-Württemberg aus dem Jahr 1988.

Aus einem Urteil des Landesberufsgerichts 1988

„… Derjenige, der ein Bauwerk auf eigene Rechnung errichtet und schlüsselfertig anbietet, wird auch alles daran setzen, eine gute Leistung zu erbringen. Es soll keinem Baugewerbetreibenden unterstellt werden, dass er nicht sein Bestes geben will. Er verdient aber im Gegensatz zum freien Architekten daran, wenn er das Bauwerk „billig“ herstellt, Mängel vertuscht usw. Vor allem in Krisensituationen besteht die Gefahr, dass er durch „Einsparungen“ seinen Gewinn zu vermehren und seinen Verlust zu vermindern versucht. Deshalb kann ihm keine Sachwalterstellung zukommen. Vielmehr ist er ein echter „Vertragspartner“, der nach Gewinn strebt, dem gegenüber deshalb kritische Wachsamkeit angebracht ist. Gerade um ihn zu überwachen, bedarf es des „freien Architekten“….

9. Bauherrn-Risiko bei Architekten– und GU-Vergabe gleich?

Punkt 9, der für das Bauen mit einem freien Architekten spricht, ist, dass hier das finanzielle Risiko für Sie als Bauherr wesentlich überschaubarer (und damit niedriger) ist als bei einer GU-Vergabe.

Risiko 1: Wer ist Vertragspartner beim GU-Vertrag?

Das fängt bei der Frage an, wer bei einer GU-Beauftragung hinter Ihrem Vertragspartner steckt. Oft sind es zum Beispiel „Drei-Mann-GmbH’s“ mit einem kleinen Büro, die Ihnen ein Millionenprojekt anbieten. Was passiert, wenn diese Firma während der Bauzeit in Schwierigkeiten gerät? Selbst wenn Sie finanziell durch Bürgschaften abgesichert sind, kommt es zu nicht aufholbaren Zeitverzögerungen und endlosen Prozessen und Verhandlungen. Würden Sie in Ihrem Betrieb mit solchen Firmen und Anbietern Geschäfte abschließen?

Risiko 2: Überzogene Zahlungspläne

Im Bauträgergeschäft sind außerdem nicht selten überzogene Zahlungspläne anzutreffen. Sie bergen enorme Gefahren für Sie als Bauherr: Muss der Bauträger Insolvenz anmelden, haben Sie das Nachsehen. Sie bleiben auf einer unfertigen Bauruine sitzen. Obendrein verlieren Sie das gesamte voraus gezahlte Geld. Denn Bauträger sind in der Regel Gesellschaften mit beschränkter Haftung und haften im Insolvenzfall nur mit dem Gesellschaftsvermögen. Und das deckt in keinem Fall die Schäden.

Zugegeben: Auch bei einer Direktvergabe von Einzelgewerken haben Sie keine Garantie, dass immer alles so läuft, wie Sie es sich vorgestellt haben. Aber wenn etwas schief geht, dann ist vielleicht eines von vielen Gewerken betroffen, aber nicht das gesamte Projekt gefährdet.

10. Der Vorteil der getrennten Planung und Ausführung

Mit der Beauftragung eines Architekten als freiem Berater und Treuhänder haben Sie das wichtigste Prinzip beim Bauen beachtet: Die eindeutige Trennung von Bauplanung und Bauausführung.

Was vollmundig formulierte Werbeanzeigen gern als Vorteil verkau- fen – die Planung und Ausführung durch einen und denselben Anbieter – kann in der Praxis schnell zum Problem werden. Denn ein Unternehmer, der sowohl plant als auch baut, muss stets die eigene Rendite im Auge behalten. Er arbeitet oft mit festen Vertragspartnern, anstatt Leistungen auszuschreiben. In diesem Fall gibt es keine dritte, unabhängige Instanz, die Qualität und Preise kontrolliert. Hinzu kommen meist Risikoaufschläge, die unabhängig von tatsächlich auftretenden Kosten berechnet werden.

Ein Architekt hingegen arbeitet als diese unabhängige „dritte Instanz“. Er sorgt dafür, dass die Qualität stimmt und die Kosten transparent bleiben. Er berät Sie mit seinem ganzen umfangreichen Fachwissen. Er koordiniert und kontrolliert alle am Bau Beteiligten.

Dabei können Sie Ihrem Architekten von Anfang an quasi direkt ins Portemonnaie sehen. Denn die Architektenhonorare sind vom Gesetzgeber in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) klar und verbindlich festgeschrieben. Das heißt, dass alle Architekten auf derselben Honorarbasis arbeiten. Sie bieten ihre Leistung also nicht in einem Preis- sondern einzig und allein in einem Qualitätswettbewerb an.

Veranstaltungen
Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2021

Online-Präsentationen seit 12. Juni 2021

 
Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2021

Online-Präsentationen seit 12. Juni 2021

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In diesem Jahr fand der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst aufgrund der Corona-Lage noch einmal digital statt – in der Vorbereitungsphase erreichten uns zahlreiche Rückfragen von Bauherren und Planern hinsichtlich der Gegebenheiten und entsprechender Durchführbarkeit von Begehungen vor Ort. Eine Darstellung aller Auflagen und Einschränkungen zu den einzelnen Projekten wäre schwer vermittelbar geworden – zumal teilweise unterschiedliche Auflagen hätten erfüllt werden müssen.

Die unabhängige Jury wählte aus 28 Einreichungen 22 Projekte für die Vorstellung am Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst aus. Dabei haben Modernisierungen, Instandsetzungen und Umnutzungen ebenso ihren Platz wie Neubauten. Gezeigt werden u.a. Schulen, Kindertagesstätten, Bildungsbauten, Büros und Gewerbeimmobilien, Wohnbauten, Hotels, Sporthallen, ein Schwimmbad und ein Hospiz.

Architektur schafft Lebensraum – wir alle kommen, oft unbewusst, täglich mit ihr in Berührung – das spiegelt sich auch in der Bandbreite der in diesem Jahr gezeigten Projekte wider. In jeder Lebenslage spielt die gebaute Umwelt eine Rolle; sie zeigt, wie wir denken und fühlen, was uns wichtig ist, und gleichzeitig prägt und beeinflusst sie uns und unser Handeln.

Rund 20.000 Interessierte besuchten zum Aktionswochenende 2020 bis heute die Online-Präsentationen der ausgewählten Projekte unter www.aik-sh.de/tdai, die nun in das Archiv verschoben werden und ab dem 12. Juni Platz schaffen für die aktuellen, diesjährigen Online-Präsentationen. Diese virtuellen Rundgänge sind Anregung zum Nachdenken über aktuelle Planungen, zum bewussten Wahrnehmen und zur Auseinandersetzung mit unserer gestalteten Umwelt. Besucher sind eingeladen, den verschiedenen Verlinkungen zu folgen und „digitale Touren“ durch unser Land und die kürzlich fertiggestellten Bauprojekte zu unternehmen.

In Zeiten von Corona ist allen Akteuren und Interessierten deutlich geworden, dass der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst vom persönlichen Erleben, von Kontakten und Gesprächen vor Ort, vom Blick hinter die Kulissen lebt. Für das kommende Jahr gehen wir von einer deutlichen Entspannung der Lage und einer dann wieder regulären Durchführbarkeit mit Begehungen vor Ort aus – sodass der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst dann wieder persönlich und vor Ort geschätzt, genutzt und genossen werden kann!

Hintergrund
Der Tag der Architektur – in Schleswig-Holstein Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst – ist eine jährlich im gesamten Bundesgebiet stattfindende Veranstaltung, bei der Objekte und Projekte der zeitgenössischen Architektur der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Veranstaltung wird von den Architektenkammern der Bundesländer organisiert. Der erste Tag der Architektur fand 1994 statt. Schleswig-Holstein – seit 1995 beim jährlichen Tag der Architektur dabei – weicht vom bundeseinheitlichen Termin am letzten Juniwochenende ab, da das Aktionswochenende sonst mit der Kieler Woche zusammenfiele. Im nördlichsten Bundesland findet der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst daher für gewöhnlich am Wochenende vor der Kieler Woche statt.

BESSER. MIT ARCHITEKTEN.

Bewegte Bilder für potentielle Bauherren und alle, die sich für Baukultur interessieren.

 
BESSER. MIT ARCHITEKTEN.

Bewegte Bilder für potentielle Bauherren und alle, die sich für Baukultur interessieren.

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Die Architektenkammer Niedersachsen
hat einen Film über das Bauen mit Architekten produziert.

Sie finden ihn unter https://vimeo.com/233696955/e2304147f3 – schauen Sie doch mal vorbei!
Außerdem gibt es weitere, interessante Filme der Kammer Niedersachsen bei youtube unter https://www.youtube.com/user/Architektenkammer

 

20.10.2017

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