Im Schuljahr 2025·2026 lobte die Architekten- und Ingenieurkammer (AIK S-H) unter der Schirmherrschaft des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur erneut den Schüler-Ingenieurwettbewerb Junior.ING der Länder-Ingenieurkammern aus. Der Wettbewerb gehört zu den von der Kultusministerkonferenz besonders empfohlenen Wettbewerben.
Aufgabe in diesem Jahr war der Entwurf und Bau einer überdachten Arena, wobei die konkrete Art der Fantasie der jungen Konstrukteurinnen und Konstrukteure überlassen war. Konkret ging es um das Modell einer Überdachung für eine halbkreisförmige Zuschauertribüne. Der Radius der Tribüne sollte 14 bis 16 cm betragen, die Überdachung sollte Zuschauern Schutz vor Wind, Regen und Sonne bieten – ohne dabei die Sicht zu versperren. Wie die Dachkonstruktion genau aussehen würde, war den jungen Konstrukteuren überlassen. Sie sollte statisch glaubwürdig sein und ihre Funktion erfüllen. Als Materialien durften verwendet werden: Draht, Holzstäbe, Kunststoff-Stäbe, Folie, Papier, Schnur. Naturtextilien, Stecknadeln, Zahnstocher, Streichhölzer ohne Zündkopf, Alufolie, Schrauben, Nieten und Nägel.
Am 13. März tagte die Jury zum diesjährigen Junior.ING, um alle eingereichten Modelle gründlich zu begutachten und zu testen! Nach zwei Stunden intensiver Arbeit entschied sich die Jury für die Platzierung 1-3 in jeder Alterskategorie. Sie untersuchte im Detail die Statik, prüfte, ob ein Modell tatsächlich in der Realität umsetzbar wäre, wie sich der Materialaufwand darstellte. Kurzum: Sowohl Funktion als auch Form spielten eine Rolle, mussten teilweise gewichtet werden – und in der letztlichen Entscheidung ging es schließlich auch um Pfiffigkeit und Sorgfalt.
Ausgeschrieben ist der Wettbewerb Junior.ING grundsätzlich in zwei Alterskategorien; Kategorie A bis Klasse 8 und Kategorie B ab Klasse 9. Die Landessieger der beiden Alterskategorien (also jeweils Platz 1) sind automatisch für den Bundeswettbewerb in Berlin qualifiziert.
In diesem Jahr beteiligten sich in Schleswig-Holstein 6 Schulen:
- Gymnasium am Mühlenberg, Bad Schwartau
- Anne-Frank-Schule, Bargteheide
- Wolfgang-Borchert-Gymnasium, Halstenbek
- Friedrich-Paulsen-Schule, Niebüll
- Gymnasium Glinde
- Heinrich-Heine-Schule, Büdelsdorf
In der Kategorie I bis Klasse 8 wurden in diesem Jahr 10 Modelle eingereicht, in der Kategorie II ab Klasse 9 waren es 21 Modelle – also insgesamt 31 Modelle. Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr 86 Schüler, 61 Jungen und 25 Mädchen. Sie investierten laut Meldesystem 660 Stunden Arbeit.
Die Jury entschied sich für die Vergabe der Plätze 1 bis 3 in jeder Kategorie. Sie untersuchte im Detail die Statik, prüfte, ob ein Modell tatsächlich in der Realität umsetzbar wäre, wie sich der Materialaufwand darstellte. Kurzum: Sowohl Funktion als auch Form spielten eine Rolle, mussten teilweise gewichtet werden – und in der letztlichen Entscheidung, ging es schließlich auch um Pfiffigkeit und Sorgfalt.
Die Gewinner der Preiskategorie A (Klassenstufe 1-8) sind:
- Preis (250 Euro): Yogurena · Anne-Frank-Schule Bargteheide
- Preis (150 Euro): Das Stadion der Zukunft · Gymnasium am Mühlenberg, Bad Schwartau
- Preis (100 Euro): Theater · Gymnasium am Mühlenberg, Bad Schwartau
Die Gewinner der Preiskategorie B (ab Klassenstufe 9) sind:
- Preis (250 Euro): Der Nordring · Heinrich-Heine-Schule Büdelsdorf
- Preis (150 Euro): Bob der Meister · Wolfgang-Borchert-Gymnasium, Halstenbek
- Preis (100 Euro): Diamant Roof · Heinrich-Heine-Schule Büdelsdorf
Hintergrund
Insgesamt findet der Wettbewerb bereits zum 21. Mal statt. Er wird mittlerweile getragen von allen 16 Länderingenieurkammern sowie der Bundesingenieurkammer. Mit durchschnittlich 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gehört der Junior.ING zu einem der großen Wettbewerbe deutschlandweit. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Die Wettbewerbsthemen wechseln jährlich und zeigen so die Vielseitigkeit des Bauingenieurberufs. Die wiederkehrenden Planungs- und Konstruktionsaufgaben sind: der Bau einer Achterbahn, der Bau einer Dachkonstruktion, der Bau einer Sprungschanze, der Bau einer Brücke und der Bau eines Turms mit Aussichtsplattform. Die Kammern werben für den Ingenieurberuf, um dem Fachkräftemangel in den technischen Berufen langfristig entgegenzuwirken.





