Am 19. Juni wurden die besten Nachwuchstalente des Schülerwettbewerbs Junior.ING im Deutschen Technikmuseum in Berlin ausgezeichnet. Insgesamt 32 Gewinnerteams aus den Bundesländern reisten nach Berlin, nachdem sie sich zuvor in den Landeswettbewerben der Ingenieurkammern in zwei Alterskategorien durchgesetzt hatten. Passend zum Jahr der Fußballweltmeisterschaft 2026 lautete das Motto „Arena – gut überDACHt“, sodass die Schülerinnen und Schüler innovative Tragwerkslösungen für Stadiondächer entwarfen. Die Fachjury bewertete in den Kategorien konstruktives Verständnis, technische Präzision und Gestaltung. Die Preisträgerinnen und Preisträger aus Sachsen und Bayern überzeugten mit ihren Modellen durch technisch anspruchsvolle und innovative Lösungsansätze. Das Team „Yogurena“ der Anne-Frank-Schule Bargteheide und die Konstrukteure des „Nordring“ der Heinrich-Heine-Schule Büdelsdorf belegten im bundesweiten Wettbewerb jeweils tolle 4. Plätze.
Der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Er vermittelt Kompetenzen aus Mathematik, Naturwissenschaften und Technik und macht ingenieurwissenschaftliche Berufe praxisnah erlebbar.
Sören Bartol, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Wettbewerbe wie Junior.ING eröffnen frühzeitig einen praxisnahen Zugang zu technischen Fragestellungen und zeigen, wie spannend und gesellschaftlich relevant ingenieurtechnische Berufe sind. Sie machen Mut, diesen Weg weiterzugehen und deshalb haben wir im Bundesministerium die Schirmherrschaft für diesen Wettbewerb sehr gerne übernommen.“
Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Bauingenieurwesen gewinnt die Nachwuchsförderung weiter an Bedeutung – sowohl für die Wirtschaft als auch die öffentliche Verwaltung. So vergibt die Deutsche Bahn als langjährige Partnerin des Junior.ING Sonderpreise für besonders innovative Modelle.
5.411 Schülerinnen und Schüler aus 489 Schulen reichten insgesamt 1.975 Modelle ein. Diese haben deutschlandweit mehr als 44.000 Stunden geplant, entworfen und gebaut. Prof. Dr.-Ing. Helmut Schmeitzner, Juryvorsitzender Junior.ING und Vorstandsmitglied der Bundesingenieurkammer: „Ob als Bühne für einen Theaterabend, als Freiluftkino oder als Spielstätte für ein Rock-Konzert: Jede Stadt, die eine Freilichtbühne für solche Veranstaltungen hat, kann sich glücklich schätzen. Aber es gilt: keine Bühne ohne Tribüne! Die Teilnehmer am diesjährigen Junior.ING-Wettbewerb hatten die Aufgabe, für eine halbkreisförmige Zuschauertribüne eine Dachkonstruktion zu entwerfen, die den Besuchern Schutz vor Sonne, Wind und Regen bietet, alle Dachlasten sicher abtragen kann und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Die rege Teilnahme beweist, dass unser Wettbewerb auch in diesem Jahr wieder für jede Menge Inspiration gesorgt hat. Der Jury fiel die Auswahl der allerbesten unter den besten 32 Modellen sichtlich schwer.“
Die beiden ersten Plätze waren mit jeweils 500 Euro dotiert und die nachfolgenden Plätze 2 bis 4 konnten sich über 400, 300 beziehungsweise 100 Euro freuen. Der Sonderpreis der Deutschen Bahn war mit 300 Euro dotiert.



