Ein Standort im Wandel
Die Entwurfswerkstatt der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein und der TH Lübeck auf der NordBau bringt alljährlich Planerinnen und Planer mit Nachwuchs zusammen – und rückt den Wert der gebauten Umwelt in den Fokus der Öffentlichkeit. Ziel der Entwurfswerkstatt 2026 war die Entwicklung eines architektonischen Konzepts, das die räumlichen, strukturellen und programmatischen Potenziale des Areals der ehemaligen Standortverwaltung der Bundeswehr in Neumünster sichtbar macht und weiterentwickelt. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Berufspraktikern, Lehrbeauftragten der TH Lübeck und Studierenden, entwickelte Konzepte zum angemessenen Umgang mit der großmaßstäblichen, massiven Skelettstruktur und ein tragfähiges Konzept für deren Transformation und Integration in das städtische Gefüge.
Wie lässt sich eine bauliche Struktur öffnen, deren architektonische Identität durch Abschirmung, Abgrenzung und funktionale Trennung geprägt ist? Mitten im Messegeschehen analysierte das Team Potenziale auf Gebäude- und Stadtebene. Es arbeitete räumliche Qualitäten, Konflikte und Transformationsmöglichkeiten heraus und entwickelte gezielte architektonische und städtebauliche Impulse, während Messebesucher den Akteuren über die Schulter schauen konnten und so erlebten, wie gute Baukultur entsteht.
Die Studierenden präsentierten die erarbeiteten Ansätze im Rahmen des Lounge Abends der Architekten- und Ingenieurkammer vor großem Publikum. Es ist immer wieder beeindruckend, wie überzeugend und detailliert die Stegreif-Entwürfe aus der Entwurfswerkstatt innerhalb kürzester Zeit ausgearbeitet werden.




Die vollständige Dokumentation auf einen Blick
Der Bestand wirkt auf den ersten Blick sperrig: 91 Meter lang, 24 Meter tief und 2,75 Meter lichte Höhe. Doch bei genauerer Betrachtung erkennt man die außerordentlich robuste, großzügige und vielseitig nutzbare Substanz!


Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Lehrbeauftragten der TH Lübeck, Dustin Buddenberg und Sascha Brühl. Großer Dank gilt auch unseren Kammermitgliedern Lena Koschinski und Felix Winter, die als Berufspraktiker unterstützten, jederzeit hilfreich mit ruhiger Berufsroutine zur Seite standen und praktische Impulse setzten. Ohne das vielfältige Engagement und die umfangreichen vorbereitenden Arbeiten wäre die Entwurfswerkstatt nicht möglich! Danke auch an die Stadt Neumünster, die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal eine spannende Aufgabe beisteuerte. Nicht zuletzt bedanken wir uns bei der Messe NordBau für die Bereitstellung der Werkstattfläche im Messegeschehen und alle Unterstützung.

