AAI | Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst

Das AAI ist eine Einrichtung der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein. Es sammelt und sichert bedeutende Beiträge zur Baukultur des Landes und macht sie für Forschungs- und Publikationszwecke zugänglich. Es verfügt über eine Bibliothek mit Fachveröffentlichungen sowie den wichtigsten deutschsprachigen Architekturzeitschriften. Das Archiv konzipiert Ausstellungen und gibt eine eigene Schriftenreihe heraus.

Die Werke einzelner Planerinnen und Planer aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur und Ingenieurbau bilden den Mittelpunkt der Sammlung. Zu den bedeutendsten Beständen gehören die Arbeiten von Ernst Prinz, Harry Maasz, Klaus Groth und Alfred Schulze mit jeweils vielen hundert Originalplänen, ergänzt durch Skizzen, Fotos und Modelle. Wichtige Neuzugänge der jüngeren Zeit sind die Bestände Heinrich Brockstedt (Kiel), Diethelm Hoffmann (Kiel), Karl Horenburg (Lübeck), Heinrich Moldenschardt (Kiel), Georg Rieve (Heide), Hans und Otto Schnittger (Kiel), Dorothee Strobel (Pinneberg), Klaus und Ute Sye (Boostedt) sowie Barbara und Wolfgang Vogt (Strande).

Daneben sind zahlreiche kleinere Bestände vorhanden. Die Verzeichnung der Materialien erfolgt nach international anerkannten Regeln großer Architekturarchive und -museen. Das AAI ist Mitglied der „International Confederation of Architectural Museums“ (ICAM) sowie Gründungsmitglied der „Föderation deutscher Architektursammlungen“. Alle Unterlagen werden in Katalogen mit Angaben zum Inhalt der Pläne wie Titel, Maßstab und Techniken erfasst.

Im Zentrum der Sammlung, deren zeitlicher Rahmen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts reicht, steht die Architektur des 20. Jahrhunderts in Schleswig-Holstein von der „Heimatschutz“- Bewegung um 1910 über die Moderne um 1930, die Zeit des Nationalsozialismus und des Wiederaufbaus nach 1945. Ein herausragendes Beispiel und Schleswig-Holsteins wichtigstes städtebauliches wie architektonisches Ensemble der Aufbaujahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist das „Neue Helgoland“, dessen einmalige Entstehungsgeschichte das AAI anhand von Originalunterlagen genau doku­mentieren kann. Es verfügt über einen bedeutenden Bestand von Plänen, Modellen und schriftlichen Dokumenten zu diesem Thema, darunter Arbeiten von Helmut Bunje, Bruno Jess, Ingeborg und Friedrich Spengelin sowie Georg Wellhausen. Aber auch die Jahrzehnte von 1960 bis 1990 sind mit Werken zahlreicher Planerinnen und Planer gut und anschaulich vertreten.

Ein großer Teil dieser Bestände ist vollständig erschlossen. Es liegen Findbücher/Kataloge vor, die bei Bedarf als Datei übermittelt werden. Weitere Bestände sind vorläufig erschlossen; Findbücher/Kataloge liegen noch nicht vor. Eine Recherche ist hier nicht oder nur durch Mitarbeiter des AAI möglich. Dabei entstehen ggf. Kosten für den erforderlichen Zeitaufwand.

Wir bemühen uns, alle Anfragen zu beantworten.
Hierfür benötigen wir Ihre vollständigen Kontaktdaten (Vor- und Nachname, Adresse, Telefonnummer, e-Mail).
Falls sich gesuchte Unterlagen nicht im AAI befinden, geben wir Hinweise auf andere Archive oder auf geeignete Literatur.
Wegen aller interessierenden Fragen wende man sich bitte an den

Wissenschaftlichen Leiter des AAI, Herrn Ulrich Höhns
E-Mail: aai@aik-sh.de

 

Die zentralen Bestände des AAI umfassen Arbeiten von:

  • Peter Arp, Malente
  • Hans-Günter Bleidorn, Fockbek
  • Heinrich Bomhoff, Westerland auf Sylt
  • Wilhelm Bräck, Lübeck
  • Heinrich Brockstedt, Kiel
  • Helmut Bunje, Hamburg
  • Kuno Dannien, Lübeck
  • Kay Doormann, Kiel
  • Margret Dreessen, Kiel
  • Eugen Fink, Ahrensburg
  • Johann Garleff, Bordesholm
  • Kurt Gelhaar, Kaltenkirchen
  • Max Giese, Kiel (Planarchiv der erloschenen Baufirma)
  • Hermann Göttsch, Schönberg
  • Klaus Groth, Pinneberg
  • Heinrich Hansen, Kiel
  • Diethelm Hoffmann, Kiel
  • Karl Horenburg, Lübeck
  • Bruno Jess, Elmshorn
  • Kurt und Peter Klingemann, Kiel
  • Fritz Kock, Kellinghusen
  • Carl Lembke, Neumünster
  • Matthias Lindner, Kiel (Künstler und Architekturzeichner)
  • Harry Maasz, Lübeck
  • Heinrich Moldenschardt, Kiel
  • Wilhelm Neveling, Kiel
  • Chlumsky – Peters – Hildebrand, Lübeck
  • Cäsar Pinnau, Hamburg (siehe auch: Hamburgisches Architekturarchiv)
  • Ernst Prinz, Kiel/Felde
  • Georg Rieve, Heide
  • Hans Scharoun, Berlin (siehe auch: Akademie der Künste Berlin, Baukunstarchiv)
  • Karl-Heinz Scheuermann, Ahrensburg
  • Helmuth Schlingemann, Börnsen
  • Hans Schneekloth, Elmshorn
  • Hans und Otto Schnittger, Kiel
  • Julius Schöss und Alfred Redelstorff, Lübeck
  • Walter und Heinz Schröder, Rendsburg
  • Rudolf Schroeder, Kiel (siehe auch: Archiv des Hochbauamts der Stadt Kiel)
  • Alfred Schulze, Malente
  • Helmut-Ernst Schumacher, Lübeck
  • Heinrich Speck, Kiel
  • Ingeborg und Friedrich Spengelin, Hannover/Hamburg (siehe auch: Akademie der Künste Berlin, Baukunstarchiv)
  • Ernst Springer, Busdorf
  • Friedrich Stender, Plön
  • Ernst Stoffers, Kiel
  • Dorothee Strobel, Pinneberg
  • Ute und Klaus Sye, Boostedt
  • Joachim Thode, Mönkeberg (Fotograf)
  • Heinrich Vogeler, Worpswede (siehe auch: Alfred Schulze, Malente)
  • Barbara und Wolfgang Vogt, Strande
  • Hans Vosgerau, Oldenburg in Holstein
  • Herbert Weidling, Kiel
  • Georg Wellhausen, Hamburg (siehe auch: Hamburgisches Architekturarchiv)
  • Christian Wesnigk, Bad Schwartau
  • Roland Winkelmann, Eckernförde
  • Henning von Winterfeld, Wedel
  • Eberhard Zell, Lübeck