Schleswig-Holsteinisches Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst (AAI)
Das AAI ist eine Einrichtung der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein. Es kooperiert mit dem Landesarchiv in Schleswig und befindet sich mit seinen Beständen seit 1992 in dessen Räumen im Prinzenpalais. Das AAI sammelt und sichert bedeutende Beiträge zur Baukultur des Landes und macht sie für Forschungs- und Publikationszwecke zugänglich. Es verfügt über eine Bibliothek mit Fachveröffentlichungen sowie den wichtigsten deutschsprachigen Architekturzeitschriften. Das Archiv konzipiert Ausstellungen und gibt eine eigene Schriftenreihe heraus.
Die Werke einzelner Planerinnen und Planer aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur und Ingenieurbau bilden den Mittelpunkt der Sammlung. Zu den bedeutendsten Beständen gehören die Arbeiten von Ernst Prinz, Harry Maasz, Klaus Groth und Alfred Schulze mit jeweils vielen hundert Originalplänen, ergänzt durch Skizzen, Fotos und Modelle. Wichtige Neuzugänge der jüngeren Zeit sind die Bestände Heinrich Brockstedt (Kiel), Diethelm Hoffmann (Kiel), Karl Horenburg (Lübeck), Heinrich Moldenschardt (Kiel), Georg Rieve (Heide), Hans und Otto Schnittger (Kiel), Dorothee Strobel von Killinger (Pinneberg), Klaus und Ute Sye (Boostedt) sowie Barbara und Wolfgang Vogt (Strande).
Daneben sind zahlreiche kleinere Bestände vorhanden. Die Verzeichnung der Materialien erfolgt nach international anerkannten Regeln großer Architekturarchive und -museen; das AAI ist Mitglied der "International Confederation of Architectural Museums" (ICAM) sowie Gründungsmitglied der "Föderation deutscher Architektursammlungen". Alle Unterlagen werden in Katalogen mit genauen Angaben zum Inhalt der Pläne wie Titel, Maßstab und Techniken erfasst. So erhalten die Nutzerinnen und Nutzer einen schnellen Zugriff auf die Dokumente, die ihnen im Lesesaal des Landesarchivs im Original vorgelegt werden.
Im Zentrum der Sammlung, deren zeitlicher Rahmen vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart reicht, steht die Architektur des 20. Jahrhunderts in Schleswig-Holstein von der „Heimatschutz- Architektur“ um 1910 bis zur klassischen Moderne um 1930. Aber auch Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie aus der Wiederaufbauzeit nach 1945 sind in großem Umfang vorhanden. Herausragendes Beispiel und wichtigstes städtebauliches wie architektonisches Ensemble der Aufbaujahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist das „Neue Helgoland“, dessen einmalige Entstehungsgeschichte das AAI anhand von Originalunterlagen genau dokumentieren kann. Es verfügt über einen bedeutenden Bestand von Plänen, Modellen und schriftlichen Dokumenten zu diesem Thema, darunter Arbeiten von Helmut Bunje, Bruno Jess, Hans Scharoun, Ingeborg und Friedrich Spengelin sowie Georg Wellhausen.
Wegen aller interessierenden Fragen wende man sich bitte an den Wissenschaftlichen Leiter des AAI, Herrn Ulrich Höhns, Tel. 04621-861852, Fax 04621-861801, email: info@aik-sh.de.
